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kostenlose Stromwechsel HotlineEnergiesparen in Gebäuden: Abriss statt Sanierung
Nachricht vom 17.9.2010Presseangaben zufolge plane die Bundesregierung eine „Abrissprämie“ für alte Gebäude, bei denen sich eine Wärmesanierung nicht mehr lohnen würde. Das CO2-Programm zur Gebäudesanierung könnte auch Ersatzbauten fördern, dies sei teilweise günstiger als „alte Häuser zu Tode zu dämmen“, hieß es aus Koalitionskreisen. Die Bundesregierung will im Energiekonzept verankern, dass bis zum Jahr 2050 alle Gebäude den „Null-CO2-Standard“ erfüllen. Das heißt, dass alle Gebäude wenig Energie verbrauchen und diese ausschließlich aus den erneuerbaren Energien stammen soll.
Energiesparen in Gebäuden: Abriss statt Sanierung
Gewerkschaft befürwortet „Abrissprämie“
Klaus Wiesehügel (Industriegewerkschaft BAU) äußerte sich positiv über die angeblichen Absichten der Bundesregierung. „Es wird höchste Zeit, eine Neubau-Offensive in Deutschland zu starten“ und betrachtet die „Abrissprämie“ als „Frischzellenkur für den Wohnungsmarkt“. Etwa 27 Prozent des Wohngebäudebestandes in Deutschland sei bis zum Ende der 1960er Jahre gebaut worden. „Viele dieser Alt-Gebäude sind wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren, für die Eigentümer dieser Häuser käme die Abrissprämie jetzt genau richtig“, so Wiesehügel.
Folgen für Hausbesitzer und Mieter
Sollten die strengen Sanierungsvorschriften, deren Einführung die Bundesregierung plant, von den Hausbesitzern nicht eingehalten werden, würden diesen laut Energiekonzept beispielsweise deutliche Steuernachteile drohen.
Für die Abmilderung der Sanierungsauflagen wird sich das Bundesbauministerium stark machen. Jan Mücke (parlam. Staatssekretär) erklärte, „Wohnen muss bezahlbar bleiben. Wir werden keinen unerfüllbaren Sanierungsvorschriften zustimmen“. Er wies darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeit sowohl für den Hausbesitzer als auch den Mieter nicht außer Acht gelassen werden dürfe. Weiterhin forderte er, für das Sanierungsprogramm bis zu 3 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Im diesem Jahr standen 730 Millionen Euro zur Verfügung und für das kommende Jahr werden es nur 450 Millionen Euro sein. Die Sanierungsauflagen stehen in einem extremen Widerspruch zu den Kürzungsplänen.
Für die Mieter könnten die umfangreichen, erzwungenen Sanierungsarbeiten Mietsteigerungen zur Folge haben. Diese dürfen laut Gesetz jedoch die 11 Prozent nicht übersteigen.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk
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