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kostenlose Stromwechsel HotlineIntelligente Stromnetze noch Zukunftsmusik
Nachricht vom 17.9.2010Die intelligenten Stromnetze (SmartGrids) sollen dazu beitragen, alle Akteure des Strommarktes, vom Erzeuger bis zum Verbraucher, zu vernetzen und so ermöglichen sowohl die Stromproduktion als auch den Stromverbrauch effizient zu gestalten. Weiterhin drängt der Ausbau der SmartGrids, um den Strom, der aus den regenerativen Energiequellen gewonnen wird und natürlichen Schwankungen unterliegt, aufnehmen zu können, ohne dafür andere Kraftwerke abschalten zu müssen.
Ausbau hat begonnen
Mit dem Aus- bzw. Umbau der Stromnetze haben die Energiekonzerne und Netzbetreiber bereits begonnen, doch bis das gesamt Stromnetz in Deutschland zum SmartGrid umgebaut ist, wird es nach Ansicht von Klaus Heimann (SAP, Branchenexperte) noch zwischen 30 und 50 Jahre dauern. Der Softwarekonzern SAP entwickelt die Ablese-Software für die SmartMeter (intelligente Stromzähler).
Wer die Kosten für den Umbau letztlich tragen wird, ist für Heimann klar. Er erklärte, „Die Versorger müssen enorme Summen in den Aufbau der Smart Grids stecken. Diese Kosten geben sie natürlich an die Kunden weiter, der Strom wird teurer“.
Doch wenn sich die Verbraucher auf die neue Situation einstellen und den Neuerungen der Technik offen gegenüber stehen, können sie Strom und Kosten sparen. „Der Kunde kann durch die neuen Systeme aber gleichzeitig seinen Verbrauch reduzieren. Am Ende ist es ein Nullsummenspiel“, so Heimann. „Es wird langfristig dazu kommen, dass sich die Preise nach Angebot und Nachfrage richten, das heißt, dass sie im Halbstunden- oder Viertelstundentakt variieren. Wenn alle Klimaanlagen laufen, wird es schlicht teurer“, erklärte er weiter.
SmartMeter werden Stromversorgung steuern
In den Haushalten werden zukünftig die SmartMeter die bisherigen Stromzähler ersetzen und den Verbrauchern so ermöglichen ihren Stromverbrauch zu überwachen und zu optimieren. Sie werden als zentrale Steuereinheit fungieren und steuern, wann der Geschirrspüler oder die Waschmaschine laufen soll. So wird ermöglicht, dass immer ein günstiger Stromtarif genutzt werden kann. „Mein automatisches Energiemanagement-System reagiert auf die schwankenden Preise: Ich schränke meinen Verbrauch ein, wenn der Strom teuer ist, und weite ihn aus, wenn er billig ist“, so Heimann.
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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