Nabucco Pipeline vor dem Aus?

5.9.2010 | Redaktion: Gerhard Solter
Die geplante Gas-Pipeline Nabucco sorgt hinter den Kulissen der Beteiligten für Furore. Demnach führe die EU, mit ihren Energiekonzern Vertretern wie RWE, einen erbitterten und harten diplomatischen und industriepolitischen Kampf mit Russland und dessen Gas-Giganten Gazprom. Für alle Beteiligten geht es dabei nicht nur um die eigene Marktposition und viel Geld, sondern besonders auch um Macht. Die Entscheidung ob das Nabucco Projekt tatsächlich realisiert wird, wird noch dieses Jahr erwartet.
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Nabucco Pipeline vor dem Aus?

Nabucco Pipeline vor dem Aus?

Ausgrenzung von Russland durch die EU


Die Gemüter erhitzt vor allem die Lage der Nabucco Pipeline. Diese führt durch den kaspischen Raum und durchquert dabei die Länder der Türkei, Bulgarien und Rumänien auf ihren Weg nach Zentraleuropa. Die EU versuche damit, von Russland unabhängiger zu werden und gleichzeitig am Pipeline Monopol Russlands zu kratzen. Diese fürchten derweil berechtigterweise um ihr globales Pipelinemonopol und versuchen nun, zusammen mit dem Energieriesen und Staatskonzern Gazprom, den Bau von Nabucco zu verhindern.

Bedarf einer neuen Pipeline laut RWE klar vorhanden


RWE-Manager Stefan Judisch stellte klar, dass eine weitere Pipeline neben der Ostsee-Linie dringend nötig sei, auch weil Gas für die Stromproduktion immer bedeutsamer wird. Momentan werden noch verbindliche Lieferzusagen der Gasländer rund um das Kaspische Meer erwartet, diese rühmten sich jedoch bisher in Zurückhaltung. Verbindliche Lieferzusagen stellen eine Grundvoraussetzung für den Bau der Pipeline dar.
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