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kostenlose Stromwechsel HotlineIst das Atomgutachten fehlerhaft?
Nachricht vom 3.9.2010Ende der vergangenen Woche wurde das lang ersehnte Fachgutachten zur Energieversorgung von den Forschungsinstituten EWI, Prognos und GWS dem Bundeskanzleramt vorgelegt. Sowohl Angela Merkel (Bundeskanzlerin) als auch Rainer Brüderle (Bundeswirtschaftsminister) und Wolfgang Schäuble (Bundesfinanzminister) waren überzeugt, nun die wissenschaftliche Rechtfertigung für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in der Hand zu halten. Doch neben Umweltverbänden und –Organisationen melden sich nun auch Kritiker aus den politischen Reihen, die bezweifeln, dass das Gutachten korrekt ist.
Ist das Atomgutachten fehlerhaft?
Falsche Fakten und Zahlen
Nach interner Einschätzung des Bundesumweltministeriums seien einige haarsträubende Fehler im Gutachten enthalten auch Vorwürfe bezüglich der Manipulation soll es laut Presseangaben geben. Beispielsweise wurden die Kosten für den Klimaschutz, die die Verbraucher zu zahlen haben, mit jährlich etwa 2.000 Euro (höhere Mieten, steigende Verkehrskosten) viel zu hoch angesetzt. Nach Angaben des Umweltministeriums gelten diese Berechnungen für Extremfälle, „die offensichtlich bewusst ausgewählt worden sind, um Klimaschutz und Umstrukturierung der Energieversorgung zu diskreditieren“. Weiterhin hätten die Gutachter „trotz anderslautendem Auftrag ausschließlich eine Kostenanalyse durchgeführt: Sie ignorieren damit den Nutzen einer ambitionierten Klimapolitik und der Entwicklung von zukunftsorientierten Energieversorgungsstrukturen“.
Auch die Wirtschaftlichkeit der Atomkraftwerke bei einer Verlängerung der Laufzeiten soll Presseberichten zufolge schöngerechnet worden sein. Speziell die alten Atomkraftwerke müssten im Falle der Verlängerung der Laufzeiten sicherheitstechnisch aufgerüstet werden. „Die von den Gutachtern definierten und nicht nachvollziehbaren Nachrüstkosten sind aus Sicht des für die kerntechnische Sicherheit zuständigen Bundesumweltministeriums deutlich zu niedrig angesetzt“, hieß es.
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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