Desertec: Finanzierung unsicher

31.8.2010 | Redaktion: Nadine Rom
Wie bereits in der vergangenen Woche bekannt wurde, fürchtet die Desertec Initiative um Subventionen. Zu Beginn des Wüstenstromprojektes waren sowohl Regierungen als auch Unternehmen begeistert und sicherten finanzielle Unterstützung zu, doch im Laufe der Zeit ist die Euphorie etwas abgeflaut. Paul van Son (Geschäftsführer Desertec) forderte in einem Brief an einige Politiker und Unternehmen bereits mehr Unterstützung.
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Pilotprojekte in Marokko geplant



„Wenn wir keine Einspeisevergütung oder Ähnliches bekommen können, ist unsere Kreativität gefordert.“ erklärte van Son und fügte hinzu, „Wir haben uns schon gewundert, dass Desertec nach anfänglich großer Unterstützung im Entwurf des Energiekonzepts nicht erwähnt wird.“ Um die Projekte realisieren zu können, ist die Initiative von Subventionen abhängig. Van Son betonte, „Wir stellen uns eine Art Einspeisevergütung für Desertec-Strom vor, zum Beispiel wie bei erneuerbaren Energien in Deutschland. Es herrscht allgemein die Erwartung, dass das größte EU-Land hier eine Vorreiterrolle einnimmt.“

Derzeit plant die Desertec Industrial Initiative die Umsetzung eines Pilotprojektes in Marokko, wobei die zu nutzende Technologie noch nicht feststeht. Es steht neben Solarthermie und Photovoltaik auch Windenergie zur Wahl. „Wir haben vor, in Marokko ein Referenzprojekt aus drei oder vier Kraftwerken mit jeweils rund 250 Megawatt zu errichten“, so van Son.

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