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Politische Konsequenz beim Energiekonzept

Nachricht vom 31.8.2010
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Die Bundesregierung ließ drei Energieszenarien von unterschiedlichen Instituten berechnen, um diese in den Entscheidungsprozess zur Laufzeitverlängerung einfließen zu lassen. Nun sind diese veröffentlicht worden und die Bundesregierung wird die Ergebnisse in das neue Energiekonzept, das Ende September präsentiert werden soll, einarbeiten. Das primäre Ziel des Energiekonzeptes sollte sein, die Energieversorgung Deutschland bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu gestalten.



Politische Konsequenz beim Energiekonzept

Politische Konsequenz beim Energiekonzept

Laufzeitverlängerung nur ein kleiner Aspekt des Energiekonzeptes



Hildegard Müller (Vorsitzende des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)) sagte, „Mit der Vorlage der Energieszenarien sind wir auf der Zielgeraden des energiepolitischen Gesamtkonzepts. In den nächsten vier Wochen muss die Bundesregierung eine politische Entscheidung über das Energiesystem der Zukunft treffen. Auf der Grundlage zahlreicher Berechnungen und Diskussionsbeiträge sollte nun Raum für Vernunft und eine sachliche Abwägung für die Politik sein. Ich hoffe sehr, dass die Bundesregierung in der nächsten Zeit alle betroffenen Interessengruppen anhört, um sich ein konkretes Bild zu machen. Insbesondere bei der Frage einer wettbewerbsneutralen Ausgestaltung der Laufzeitverlängerung ist der BDEW der einzige, der alle Unternehmen quer durch alle Sparten, Größen und Wertschöpfungsstufen vertreten kann. Die deutsche Energiewirtschaft erwartet mit dem energiepolitischen Gesamtkonzept klare Rahmenbedingungen für die anstehenden Milliardeninvestitionen.“

Doch nicht nur die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wird Inhalt des Energiekonzeptes sein, auch andere zentrale Fragen müssen dringend geklärt werden. Müller erklärte, „Es muss nun um die Beantwortung zahlreicher zentraler Fragen zur künftigen Energieversorgung und nicht um ein einziges Thema gehen. Kernfragen sind vor allem, wie künftig die Integration der erneuerbaren Energien gelingt, wie die notwendigen Netze schneller ausgebaut, neue Speichertechnologien erforscht und die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung weiter vorangebracht werden können.“


Akzeptanz in der Bevölkerung schaffen



Eine weitere Schwierigkeit besteht in der mangelnden Akzeptanz der Bevölkerung bezüglich des dringend notwendigen Stromnetzausbaus. Dazu sagte Müller, „Eine weitere wesentliche Aufgabe wird es sein, dass die Politik künftig gemeinsam mit der gesamten Energiewirtschaft die hohe Infrastrukturskepsis in der Bevölkerung abbauen muss. Die erneuerbaren Energien können nur wachsen, wenn neue Stromleitungen gebaut werden. Und wenn wir die Klimaschutzziele schaffen wollen, brauchen wir auch neue Erzeugungsanlagen. Das müssen alle Beteiligten den Menschen hierzulande erklären.“







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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