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Atomenergie: Konzerne drohen mit Abschaltungen

Nachricht vom 16.8.2010
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Presseberichten zufolge haben die vier Energiekonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall einen Vertrag über die Laufzeitverlängerung für ihre 17 Atomkraftwerke erarbeitet, der vorsieht die Kraftwerke mindestens 15 Jahre länger am Netz zu lassen und in den kommenden Jahren 30 Milliarden an den Staat zu zahlen. Im Gegenzug würde die Bundesregierung auf gesetzliche Regelungen, die Brennelemente-Steuer und die strikten Vorgaben verzichten.



Atomenergie: Konzerne drohen mit Abschaltungen

Atomenergie: Konzerne drohen mit Abschaltungen


Atomkraftwerke sollten ohnehin abgeschaltet werden



Während der Verhandlungen zwischen Bundesregierung, Finanzministerium und den Energiekonzernen kam es nun zu Drohungen seitens der Energiekonzerne. Sollte die Brennelemente-Steuer und die damit verbundenen strikten Vorgaben durch Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) durchgesetzt werden, würde man die Atomkraftwerke vorzeitig abschalten. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sei man verwundert, dass mit Abschaltung von Atomkraftwerken gedroht wird, die nach gültigem Recht ohnehin abgeschaltet werden sollen.

Renate Künast (Die Grünen) zeigte sich erfreut und sagte, „Endlich mal eine Drohung, vor der man keine Angst haben muss! Im Gegenteil: Hoffentlich tun sie's!“

Nach Angaben der Konzernvertreter würde sich durch die Vorgaben und die Brennelemente-Steuer der Betrieb einiger Atomkraftwerke nicht mehr lohnen. Daher würden sie in diesem Falle vorzeitig abgeschaltet. Im Ausland stünde Atomstrom zur Verfügung und bei Bedarf werde man diesen zukaufen.


Drohungen könnten nach hinten losgehen



Die Energiekonzerne wollen nach eigenen Angaben bei Bedarf auf Atomstrom aus dem Ausland zurückgreifen, dazu sagte Claudia Kemfert (DIW-Energieexpertin) „Die Möglichkeit des Zukaufs ist wegen unzureichender Leitungskapazitäten ohnehin begrenzt.“ Auch der Druck auf die Regierung könnte sich als Nachteilig für die Energieunternehmen herausstellen, da die Laufzeitverlängerung ohnehin sehr umstritten ist und die erneuerbaren Energien bereits auf einem guten Weg sind.

Nach Berechnungen des Instituts EUtech bestünde durch die Abschaltung der sieben ältesten Atomkraftwerke und dem derzeit abgeschalteten AKW Krümmel kein Strommangel. Auch die Abschaltung der restlichen neun Atomkraftwerke wäre bis 2015 ohne Probleme möglich.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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