Startseite Stromnachrichten Brennelemente-Steuer versus Milliarden-Deal 

Brennelemente-Steuer versus Milliarden-Deal

Nachricht vom 16.8.2010
Anzeige

Im Zuge der Diskussionen um die Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke und dem neuen Haushaltssanierungsplan brachte die Bundesregierung auch die Brennelemente-Steuer ins Gespräch. Durch diese sollen Teile der zusätzlichen Gewinne durch den verlängerten Betrieb der 17 Atomkraftwerke abgeschöpft werden und in die Staatskasse fließen. Um die umstrittene Steuer zu umgehen, haben die vier großen Energiekonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall dem Finanzministerium einen Vertragsentwurf präsentiert, der derzeit noch diskutiert wird.



Brennelemente-Steuer versus Milliarden-Deal

Brennelemente-Steuer versus Milliarden-Deal

Vertragslösung und dafür deutlich längere Laufzeiten der AKW



Ein Befürworter dieser Vertragslösung ist Michael Fuchs (stellv. Unionsfraktionsvorsitzender), er betonte, „Die Brennelemente-Steuer ist angreifbar, gegen diese kann geklagt werden.“ Sollte die Steuer zum Januar 2011 eingeführt werden, haben die Energiekonzerne bereits mit Klagen gedroht, da sie eine Benachteiligung der Atomenergie und Verstöße gegen EU-Recht wittern. Durch die Vertragslösung könnten langwierige und teure Prozesse verhindert werden. Das Finanzministerium wiederrum hat keine juristischen Bedenken bzgl. der Brennelemente-Steuer. Man müsse den Energiekonzernen demgegenüber garantieren, „dass die Laufzeiten der Atomkraftwerke substanziell verlängert werden“, so Fuchs.

Außerdem wäre die Brennelemente-Steuer eine unsichere Sache für die Energiekonzerne, da bei einem Regierungswechsel die Steuer weiter angehoben werden könnte.


Vertrag verhindert Gesetz



Prinzipiell ist u.a. die SPD gegen diese Vertragslösung, da die Energiekonzerne durch den Vertrag einen Gesetzeserlass verhindern. Durch den Vertragsabschluss seien die nachfolgenden Regierungen auf unzulässige Weise gebunden, erklärte Ulrich Kelber (stellv. Fraktionsvorsitzender). Sollte sich die Koalition für den von der Industrie vorgeschlagenen Vertrag entscheiden, werde die SPD Verfassungsklage einreichen.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

copyrighthinweis



Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )




Diese Stromnachrichten könnten dich auch interessieren:

Brennelemente-Steuer auf der Kippe ( vom 5.7.2010 )
Strom-Branche soll Klimaziele besser unterstützen ( vom 6.7.2010 )
Atomsteuer verstößt gegen EU-Recht ( vom 22.7.2010 )
Bevölkerung lehnt Atomenergie ab ( vom 22.7.2010 )
Biogas wird immer beliebter ( vom 22.7.2010 )
Stadtwerke Hannover bitten um Mithilfe ( vom 24.7.2010 )
Endlager Morsleben wird stillgelegt ( vom 28.7.2010 )
Weitere Strompreiserhöhungen geplant ( vom 28.7.2010 )
Atomkraft: Steuerliche Abgaben gut machbar ( vom 30.7.2010 )
Endlager Asse wird weiter stabilisiert ( vom 31.7.2010 )
Klage gegen Kohlekraftwerk in Mainz ( vom 31.7.2010 )
Konstante Strompreise durch Anbieterwechsel ( vom 4.8.2010 )
Erkundungen in Gorleben wieder aufnehmen ( vom 5.8.2010 )
Heizungsableser kassieren zu viel ( vom 6.8.2010 )
Stromversorgung: Konflikte zu erwarten ( vom 6.8.2010 )
Atomkraftwerke bei Gefahr vernebeln ( vom 9.8.2010 )
Atom-Konzerne verzögern Abschaltungen ( vom 9.8.2010 )
Solarenergie für Hamburger Flughafen ( vom 11.8.2010 )
Milliarden-Deal um Laufzeitverlängerung? ( vom 12.8.2010 )
Brandenburg nutzt Erneuerbrare Energien am meisten ( vom 13.8.2010 )