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Strompreis: Wie er entsteht

Nachricht vom 9.8.2010
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Wer ist für die stetig steigenden Strompreise verantwortlich? Diese Frage stellt sich bei jeder Strompreiserhöhung aufs Neue. Doch jeder schiebt die Verantwortung von sich gibt den anderen Beteiligten die Schuld dafür. Hier erhalten die Verbraucher nun einen kurzen Überblick über die einzelnen Komponenten der Gestaltung des Preises für den stets benötigten Strom.



Strompreis: Wie er entsteht

Strompreis: Wie er entsteht

Beschaffungskosten



Der Strom wird vorrangig an der Strombörse in Leipzig gehandelt und dort wird letztendlich auch der Einkaufspreis bestimmt. Laut Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betrug der Anteil der Beschaffungskosten inkl. Vertrieb und Service etwa 37 Prozent am Strompreis. Im Vergleich dazu betrugen 2006 die Kosten für Vertrieb und Service 11 Prozent, also bleiben für die reinen Beschaffungskosten ungefähr 25 Prozent übrig.

Entgelt für Netznutzung



Die Stromversorger müssen an die Betreiber der Stromnetze ein Entgelt zahlen, dass etwa 24 Prozent des Strompreises ausmacht. Die Netzbetreiber hatten vor einigen Jahren die Netzentgelte so in die Höhe getrieben, dass die Bundesnetzagentur Handlungsbedarf sah und dem einen Riegel vorschob. Vor einigen Jahren machte das Netzentgelt gut ein Drittel des Strompreises aus.

Umlagen, Abgaben und Steuern



Da in Deutschland und in der gesamten Europäischen Union der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden soll, wird zu finanziellen Unterstützung die sogenannte EEG-Umlage auf die Stromrechnung jedes Verbrauchers aufgeschlagen. Diese beinhaltet die Einspeisevergütung, die die Produzenten von Ökostrom für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom erhalten. Die Stromversorger sind verpflichtet den Ökostrom vorrangig ins Netz einzuspeisen. Im vergangenen Jahr machte der Anteil der EEG-Umlage 5,2 Prozent aus.

Für den Strom muss der Verbraucher eine Stromsteuer in Höhe von 8,8 Prozent und die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent zahlen. Weiterhin erhalten die Städte und Gemeinden für die Nutzung ihrer Infrastruktur die sogenannte Konzessionsabgabe. Diese beträgt 8,0 Prozent des Strompreises.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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