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kostenlose Stromwechsel HotlineLaufzeitverlängerung ohne zeitliche Grenzen?
Nachricht vom 5.8.2010Die Staatsregierung Bayerns erarbeitet einen 14-Punkte-Katalog zum Energiekonzept, bei dem exakte Daten offen blieben. Auch auf eine genaue Jahreszahl zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke legte man sich nicht fest. Es wurde eine Nutzung der Atomkraft gefordert, solange es „energiepolitisch geboten und sicherheitstechnisch unbedenklich“ sei.
Laufzeitverlängerung ohne zeitliche Grenzen?
Atomkraft solange die Sicherheit gewährleistet ist
Horst Seehofer (Ministerpräsident Bayerns) hält die Atomkraft für eine unverzichtbare Brückentechnologie und will bei der energiepolitischen Weichenstellung „mit starker Stimme und klaren Positionen“ mitreden. Auf eine konkrete Laufzeitverlängerung will man sich in Bayern jedoch nicht festlegen. Auch der bayrische Umweltminister Markus Söder schließt sich dieser Meinung an und erklärte, dass die Atomkraftwerke nicht „ewig laufen können“, wichtig sei deren Sicherheit und ab wann die erneuerbaren Energien voll einsatzfähig seien.
Die Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft (vbw) begrüßt diese Einstellung und deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte, dass die Atomenergie „das Rückgrat für die günstige, sichere und CO2-neutrale Energieerzeugung in Bayern darstelle.“ Er spricht sich für eine deutlich Verlängerung der Laufzeiten „um 20, besser noch um 30 Jahre“ aus.
Kritische Stimmen regen sich
„Das schwarz-gelbe Kabinett in Bayern gibt einmal mehr den willfährigen Diener der Atomindustrie, wenn es Atom-Laufzeiten ohne Begrenzung fordert“, machte Claudia Roth (Bundesvorsitzende, Die Grünen)ihrem Ärger Luft. Über die Begründungen der Forderungen des bayrischen Kabinetts sagte sie, sie seien „so verlogen, dass das ganze Kabinett in den Beichtstuhl gehört“. „Wenn tatsächlich die Sicherheit über die Laufzeit entscheiden würde, wäre das bayerische Isar 1 der Abschaltkandidat Nummer eins“, fügte sie abschließend hinzu.
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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