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Kohlestrom bald umweltfreundlicher?

Nachricht vom 7.3.2009
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Die Konzerne Siemens und E.ON planen eine neue Anlage zur Abscheidung von Kohlendioxid. Sie soll an das Kohlekraftwerk Staudinger bei Hanau angegliedert werden und ab Sommer 2009 rund 90 Prozent des COâ‚‚ aus einem Teilstrom der Staudinger Abgase herauslösen. Siemens hat einen energieärmeren und damit umweltschonenderen „Waschprozess“ für das Treibgas entwickelt. Das Verfahren wurde umfassend getestet und soll bald auch in anderen konventionellen Kraftwerken zum Einsatz kommen.



Der Kohleverbrauch wird Prognosen zufolge vor allem in China und Indien weiter steigen. Aus diesem Grund muss der allgemein hohe COâ‚‚-Ausstoß der Kohlekraftwerke gesenkt werden, damit die Kohleenergie umweltfreundlicher wird. Das sogenannte Post-Combustion-Capture-Verfahren führt dem Rauchgas eine Waschflüssigkeit zu, die das enthaltene Kohlendioxid an sich bindet. Das gereinigte Abgas enthält nur noch wenig COâ‚‚, und die Waschsubstanz wird erwärmt um das aufgenommene COâ‚‚ zu entfernen. Das dabei entstehende reine Kohlendioxid wird verdichtet und zu speziellen Lagerstätten geleitet.
 
Ein Problem ist allerdings, dass die Erwärmung der Waschflüssigkeit vergleichsweise viel Energie benötigt. Siemens Energy hat sich daher für eine Substanz entschieden, die weniger Strom braucht. Sie ist äußerst stabil, reagiert kaum mit dem Rauchgas und entweicht nicht mit dem Restgas. Es kann also mehrfach verwendet werden. Weitere Tests zur Effektivität und Optimierung des Verfahrens sind derzeit in vollem Gange.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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