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Greenpeace: Proteste gegen BP

Nachricht vom 27.7.2010
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Heute veröffentlichte der Ölkonzern BP seine Halbjahreszahlen und sorgte damit für Aufregung in den Reihen der Umweltorganisation Greenpeace und sicherlich nicht nur dort. Die ökologische Bilanz des BP-Konzerns lässt großen Raum für berechtigte Kritik, denn im bei einem Jahresumsatz von 200 Milliarden Euro werden lediglich 1 Milliarde Euro in den Ausbau von erneuerbaren Energie investiert. Für neue Ölförderungsprojekte werden jedoch 19 Milliarden Euro eingeplant.

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Greenpeace: Proteste gegen BP

Greenpeace: Proteste gegen BP



Auf Risiken und Missstände aufmerksam machen



Greenpeace-Aktivisten fanden sich zu Protestaktionen vor der Bochumer Konzernzentrale ein. Dort stellten sie einen 4 Meter hohen Förderturm auf, aus dem ein Öl-Imitat sprudelte und verschmierte die Fahnen des Konzerns. Die Demonstranten protestierten mit Bannern auf denen steht, „BP: Raus aus der Tiefsee“. In London legten zur gleichen Zeit Aktivisten die 50 BP-Tankstellen lahm, indem sie die Notschalter aktivierten und Teile der Schalter demontierten, um ein Wiederanschalten der Zapfsäulen zu unterbinden.

Mit den Aktionen will Greenpeace auf die Missstände der Konzernpolitik hinsichtlich der ökologischen Aspekte aufmerksam machen. Aus der Ölkatastrophe am Golf von Mexico, die noch immer nicht unter Kontrolle ist, hat der Konzern offensichtlich nicht gelernt.

„Der Ölkonzern BP versucht sich mit dem Firmenslogan „beyond petroleum“ (jenseits des Öls) ein grünes Mäntelchen umzuhängen. Dass BP es nicht ernst meint mit dem Wandel sieht man an den Investitionen: In riskante Ölförderprojekte lenkt der Konzern 20mal so viel Geld wie in Erneuerbare Energien“, erklärte Karsten Smid (Greenpeace, Energieexperte).


Neue Ölförderprojekte in Planung



Neben den 14 bereits realisierten Tiefseeprojekten sind noch 18 weitere in Planung. Bei neun ist die Planung fast abgeschlossen und die Umsetzung soll demnächst beginnen. Die restlichen neun sollen in einer Wassertiefe von 200 Metern Öl fördern und werden in Gebieten liegen, die sowohl für das lokale als auch das globale Ökosystem von großer Bedeutung sind. Die Ausarbeitung von umfassenden Notfallplänen bleibt auf der Strecke und wird weniger ernst genommen, damit werden weiter Katastrophen in Kauf genommen.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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