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Desertec: Solarstrom aus der Wüste

Nachricht vom 27.7.2010
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Der weltweite größte Rückversicherer Munich Re gab im letzen Jahr den Impuls zur Gründung von Desertec. Mitglieder der ersten Stunde sind unter anderem die Energiekonzerne E.ON und RWE, Solar Schott, Solar Millennium, Deutsche Bank, ABB und Siemens. Seit der Gründung ist die Anzahl der Gesellschafter auf 15 angestiegen, weiterhin gibt es 21 assoziierte Partner. Neben dem bereits aufgenommenen marokkanischen Gesellschafter sollen in nächster Zeit weitere aus Ägypten und Tunesien folgen.

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Desertec: Solarstrom aus der Wüste

Desertec: Solarstrom aus der Wüste

Neue Technologie soll für Solarstrom sorgen



Die Initiative Desertec hat sich dem Bau von solarthermischen Kraftwerken verschrieben. Dazu werden neue Technologien genutzt, die vorwiegend aus Deutschland kommen werden. Mit sogenannten Parabolrinnenkraftwerke genutzt. Diese leiten das Sonnenlicht auf eine Röhre in der Flüssigkeit erhitzt wird. Dadurch wird Dampf erzeugt, der wiederrum Turbinen antreiben wird. Die Wärme soll dann in Salztanks gespeichert werden und so auch nachts, wenn die Sonne nicht scheint, Strom liefern.

Das deutsche Solarunternehmen Solar Millennium AG könnte durch seine Erfahrungen in diesem Bereich für diesen Auftrag in Frage kommen. Das Unternehmen hat bereits in Spanien drei Parabolrinnenkraftwerke errichtet und in Betrieb genommen. Diese liefern Strom für 500.000 Haushalte. Auch in Ägypten und in den USA plant das Unternehmen weiter Parabolrinnenkraftwerke.

Potenzial der Wüste nutzen ohne sie auszubeuten



Kritiker beklagen die Wirtschaftlichkeit des Projektes, denn der in der Wüste erzeugte Solarstrom muss zu den Verbrauchern in der ganzen Welt transportiert werden. Das bedeutet ein gewaltiges Stromnetz muss geplant und umgesetzt werden. Weiterhin wird befürchtet, dass die Wüsten nahezu mit Solarkraftwerken zugepflastert werden könnte und auch die Bevölkerung der angrenzenden Länder könnten ausgenutzt werden. Doch die Desertec-Initiative ist bestrebt auf alle Belange, speziell die ökologischen, einzugehen. Um den Strombedarf der ganzen Welt zu decken, genügt es auf etwa 3 Prozent der Fläche der Sahara Solarkraftwerke zu installieren.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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