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kostenlose Stromwechsel HotlineDemo gegen Atomstrom in Braunschweig
Nachricht vom 4.3.2009In Braunschweig haben jetzt nach Polizeiangaben über 10 000 Menschen gegen Kernenergie demonstriert. Auf einer Strecke von 52 Kilometern, die an dem maroden Atommülllager Asse vorbei bis hin zum künftigen Lager „Schacht Konrad“ in Salzgitter führte, haben sich die Bewohner der Region mit einer Lichterkette gegen die geplante Endlagerung des Abfalls ausgesprochen. Zu diesem Zweck wurden um 19 Uhr Fackeln, Wunderkerzen und Taschenlampen zum Leuchten gebracht.
Die Asse ist derzeit Lagerstätte für 126 000 Fässer Atommüll aus 13 deutschen Kernkraftwerken und anderen Anlagen. In der ehemaligen Salzsaline war radioaktive Lauge ausgetreten. Die Demonstration hat laut Wolfram König, der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz ist, den Zweck, für eine bessere Aufklärung der Bürger über die Lagerung von Atomabfall und damit verbundene Risiken zu sorgen. Die Asse, die seit Anfang des Jahres einen neuen Betreiber hat, gilt als eines der gravierendsten Umweltprobleme Deutschlands.
Die Pannen in der Asse haben viele Menschen in Alarmbereitschaft versetzt, und dementsprechend hoch war auch die Beteiligung an der Demonstration, wie Mitorganisator Peter Dickel bestätigte. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel(SPD) hat sich über die „Braunschweiger Zeitung“ noch einmal an die Bürger der Region gewandt. Man solle die Sicherheitsmaßnahmen in der Asse umfassend untersuchen und sich Zeit dabei lassen. Die Atomindustrie sei zudem aufgerufen, sich finanziell an der Sanierung des Lagers zu beteiligen. Wenn hierfür auch weiterhin keine Bereitschaft vorhanden sei, müsse Uran künftig mit einer sogenannten Brennstab-Steuer belegt werden, sagte er dem Bayrischen Rundfunk gegenüber. Die Brennstoffe Erdgas und Erdöl seien schließlich schon lange derart versteuert.
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter
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