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CO2-Lagerstätten sollen erprobt werden

Nachricht vom 15.7.2010
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In der Industrie und bei der Kohleverstromung entsteht klimaschädliches CO2 (Kohlendioxid), das soll durch ein neues Verfahren (Carbon Capture and Storage, CCS) abgetrennt und unterirdisch gelagert werden. Diese Maßnahmen sollen den CO2-Ausstoß auf ein Minimum reduzieren und bei der Erreichung der Klimaziele helfen. Laut Umweltminister Norbert Röttgen ist bisher nicht klar, ob die neu entwickelte Technologie ab dem Jahr 2017 kommerziell eingesetzt werden könne. Bei der Entwicklung dieser Technologie hat Deutschland bislang eine führende Rolle.

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CO2-Lagerstätten sollen erprobt werden

CO2-Lagerstätten sollen erprobt werden

Bürger sind besorgt und Greenpeace warnt



Um den Bürgern die Sorgen bezüglich der unterirdischen Lagerstätten zu nehmen, sollen höchste Sicherheitsstandards gelten und Erprobungsphasen die Akzeptanz stärken. Auch die Umweltorganisation Greenpeace warnt vor den Risiken. Durch ein Leck könnten große Mengen des Gases entweichen und zum Erstickungstod führen. Bereits im Jahr 2009 konnte aufgrund von Protesten kein entsprechendes Gesetz umgesetzt werden.

Als Standort für das erste CO2-Lager ist Beeskow in Brandenburg im Gespräch.“ Wir wollen hier keine zweite Asse werden“, äußerte sich der Bürgermeister Frank Steffen (SPD) kritisch. Im Atommülllager Asse droht radioaktives Material zu entweichen und sorgte bereits für einen Skandal.

Norbert Röttgen versicherte, „Wir haben mit diesem Gesetzentwurf den rechtlich und technisch maximalen Sicherheitsstandard festgeschrieben. Mehr geht nicht“. Auch die Zustimmung der betreffenden Kommunen zum Betrieb der CO2-Lager sei Voraussetzung, denn man wolle nicht gegen den Willen der Bürger handeln. Die Bundesländer, die sich für ein solches Lager entscheiden, werden finanziell entschädigt. Eine Zustimmung des Bundesrates ist für das Erprobungsgesetz nicht notwendig.


Bedingungen für Erprobungsphase stehen fest



Jährlich sollen nicht mehr als 3 Millionen Tonnen CO2 pro Anlage unter der Erde gespeichert werden. Eine Voraussetzung für den Betrieb von Testanlagen ist die geologische Eignung, die langfristig Sicherheit verspricht. In der Planung sind zwei bis drei kleine bzw. mittlere Testanlagen.

Ab dem Jahr 2015 plant der Energiekonzern Vattenfall große Mengen an CO2 aus einem neuen Kraftwerk in Jänschwalde in tiefliegende Gesteinsschichten zu pressen. Da durch dieses Projekt sich positiv auf das Klima auswirkt und zur Erreichung der Klimaziele beiträgt, unterstützt die EU es mit rund 180 Millionen Euro.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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