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Gefahr durch Laufzeitverlängerung

Nachricht vom 12.7.2010
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Jürgen Trittin (Fraktionschef der Grünen) verkündetet am vergangenen Freitag, dass eine Laufzeitverlängerung für alle Atomkraftwerke ein unvertretbares Risiko darstelle. Dies ist das Fazit eines von den Grünen in Auftrag gegebenen Gutachtens, welches das Beratungsbüro Renneberg Consulting anfertigte. „Die Behauptung, Deutschland habe die sichersten Anlagen der Welt ist eine Lüge“, so Trittin.

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Gefahr durch Laufzeitverlängerung

Gefahr durch Laufzeitverlängerung


Neueste Standards könnten nicht erfüllt werden



Noch ist hinsichtlich der Laufzeitverlängerung keine Einigung in Sicht, doch die Diskussionen sind in vollem Gange. So forder ein Teil der Bundesregierung eine deutliche Verlängerung der Laufzeit für Atomkraftwerke, während der andere Teil die Atomkraft nur als Brückentechnologie betrachtet und nur für relativ kurze Zeit nutzen will. Dass die ältesten Atomkraftwerke bei längerem Betrieb ein Risiko darstellen, war bereits bekannt und dieser Umstand sollte nur für die Übergangszeit geduldet werden. Trittin wirft den Befürwortern vor, das Sicherheitsrisiko hinzunehmen, nur um für die Energiekonzerne den Export von billigem Strom zu ermöglichen.

Die Atomkraftwerke Biblis A, Biblis B, Neckarwestheim I, Unterweser, Brunsbüttel, Krümmel, Isar I und Philippsburg I stellen als betriebsälteste Anlagen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Selbst durch die geplanten Nachrüstungen könnten sie nicht den neusten Sicherheitsstandards entsprechen.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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Markus Daschner( vom 12.07.2010 )

Faule Kredite der Atomwirtschaft Wenn Unternehmen Gewinne privatisieren, Risiken aber auf die Gesellschaft abwälzen dürfen, entsteht ein explosives Gemisch – das hat zuletzt die Finanzbranche gezeigt. Auch Atomkraftbetreiber riskieren Werte, die ihnen nicht gehören. Etwa Gesundheit und Menschenleben über tausende Generationen, oder viele Billionen Euro, die im Fall eines Reaktorunglücks fällig würden. Sie beanspruchen damit von der Gesellschaft einen Kredit, der jederzeit platzen kann - dagegen wäre die aktuelle Finanzkrise nur ein lästiger Schluckauf. So gehen sie kaum betriebswirtschaftliche Risiken ein, sondern überwiegend volkswirtschaftliche. Mit dieser Strategie vervielfachen sie ihre Kraft, können künstlich billig produzieren, Konkurrenz klein halten und astronomische Gewinne einfahren, die sie dann selbstverständlich privatisieren. Ich halte es für ein Gebot politischer Klugheit, diese Form der Energiegewinnung so rasch wie möglich zu beenden. Aber machen wir uns nichts vor: In ihrer komfortablen Situation werden die Atomkraftbetreiber alles tun, um jede Änderung zu blockieren. Ginge es nach ihrem Willen, würden ihre Meiler (fast) ewig laufen und am besten noch neue hinzu kommen. Die derzeitige Regierung scheint keine Kraft zum Umdenken zu haben – zu viele in ihren Reihen glauben noch immer an das Versprechen grenzenlosen und billigen Atomstroms. Es liegt daher wohl an uns, den Bürgerinnen und Bürgern, den Umbau voranzutreiben.

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