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Atomenergie nimmt weltweit zu

Nachricht vom 7.7.2010
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Was die Einstellung zur Atomenergie betrifft, nimmt Deutschland eine Außenseiterrolle ein. Bereits im Jahr 2010 beschloss die damalige Bundesregierung den Atomausstieg. Heute, zehn Jahre später, leben die Diskussionen wieder auf. Es wird über die Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken und die Brennelemente-Steuer debattiert. Während Deutschland für den Ausbau von erneuerbaren Energien kämpft, beschließen andere Länder den Neubau von Atomkraftwerken.

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Atomenergie nimmt weltweit zu

Atomenergie nimmt weltweit zu

Weltweit mehr Atomkraftwerke geplant



Das schwedische Parlament stimmte dem Ersatzbau von Atomreaktoren zu, nachdem dies vor 30 Jahren verboten worden war. In Finnland wurde der Bau von zwei neuen Atomkraftwerken beschlossen. Weltweit seien nach Angaben des Präsidenten des Atomforums und E.ON-Managers Ralf Güldner 52 neue Atomkraftwerke in der Planung. Er sagte, "dass die deutsche Position zur Kernenergie im internationalen Kontext einen Sonderweg darstellt, der keine Nachahmer findet". Weiterhin hoffe er „mittelfristig auf starke Impulse zum Nachdenken über die Fakten der Kernenergie und die ökonomisch-ökologischen Realitäten in Deutschland" Allerdings ist die Frage nach der langfristigen Lagerung von Atommüll bislang ungeklärt.

Auch die Atomindustrie Deutschlands konzentriert sich vorwiegend auf ausländische Atomprojekte, da die Chancen auf neue Atomkraftwerke in Deutschland verschwindend gering sind. Laut des Siemens-Konzerns werden in den kommenden 20 Jahren etwa 400 Atomkraftwerke mit einem Volumen von 1000 Milliarden Euro umsetzbar sein. Der Siemens-Konzern plant eine Kooperation mit dem russischen Unternehmen Rosatom.

Atomgegner kritisieren



Heinz Smital (Atomexperte Greenpeace) kritisiert die Entscheidung Finnlands zum Neubau von Atomkraftwerken scharf. Schon seit 2005 wird am ersten europäischen Druckwasserreaktor (EPR) gebaut, der ursprünglich seit dem vergangenen Jahr Strom produzieren sollte. Nicht nur die zeitliche Planung hat sich um vier Jahre nach hinten verschoben, auch die Kosten von 3 Mrd. Euro sind auf etwa 6 Mrd. Euro angestiegen. Grund für diese Missstände sind die gravierenden Sicherheits-und Qualitätsmängel, die die Atomaufsichtsbehörde Finnlands feststellte. Es waren laut Smital über 2.200 Mängel die behoben werden müssen. Der französische Atomtechnikkonzern Areva und der Siemens-Konzern halten aus Prestigegründen am Bau des EPR fest.

Durch die geplanten Neubauten von Atomkraftwerken werden auch die Chancen für die erneuerbaren Energien negativ beeinflusst. Denn durch den Zuwachs an Atomstrom wird es einen Energieüberschuss geben, der nach Europa exportiert werden soll. Somit kann die Einspeisung von Ökostrom nicht gewährleistet werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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Cendrillon( vom 07.07.2010 )

>>> Nicht nur die zeitliche Planung hat sich um vier Jahre nach hinten verschoben, auch die Kosten von 3 Mrd. Euro sind auf etwa 6 Mrd. Euro angestiegen >>> Ja und? Ist das unser Problem? Wo wird denn dieser Reaktor gebaut? Richtig, in Finnland. Und damit ist es ja wohl das Problem der Finnen. Aber was so ein rechter (linker) deutscher Gutmensch ist, der muss sich auch um das finanzielle Wohl der Finnen und Schweden kümmern. Denn nur am deutschen Öko-Unwesen kann die Welt genesen.

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