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Zurück zur Atomenergie?

Nachricht vom 7.7.2010
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Die Debatten zum Atomausstieg in Deutschland wollen nicht enden. Bereits im Jahr 2000 wurde von der Bundesregierung der Atomausstieg beschlossen. Jetzt, zehn Jahre später, wird über die Laufzeitverlängerung diskutiert und eine Abgabe von der Atomwirtschaft gefordert, die die leeren Staatskassen füllen soll. Doch jetzt schaut die Atom-Lobby zu den skandinavischen Nachbarn, die sich in den letzten Wochen für die Neubau von Atomkraftwerken entschieden haben.

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Zurück zur Atomenergie?

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Weltweit neue AKW in Planung



Finnland beschloss in der vergangenen Woche den Neubau zweier Atomkraftwerke, um dem wachsenden Strombedarf aus eigener Kraft zu decken. Das Parlament Schwedens hat nach 30jährigem Verbot dem Ersatzbau von Atomkraftwerken zugestimmt. Auf Grund der rückläufigen Subventionen für Atomkraftwerke und der explodierenden Kosten wird nur eine geringe Anzahl der Neubauten auch wirklich umgesetzt. Der Großteil der Subventionen fließt mittlerweile in den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Ralf Güldner (E.ON-Manager, Präsident des deutschen Atomforums) sagte, "dass die deutsche Position zur Kernenergie im internationalen Kontext einen Sonderweg darstellt, der keine Nachahmer findet". Weiterhin hoffe er „mittelfristig auf starke Impulse zum Nachdenken über die Fakten der Kernenergie und die ökonomisch-ökologischen Realitäten in Deutschland". Insgesamt werden in den 14 Atomkraft-Ländern 52 neue Atomkraftwerke geplant. Doch in Deutschland stehen die Chancen auf neue Atomkraftwerke schlecht. Etwa 14 Prozent der weltweiten Stromversorgung wird durch 436 Atomkraftwerke in 14 Ländern gedeckt. Wie und wo der Atomabfall entsorgt werden soll, ist bislang nicht geklärt.


Atomwirtschaft konzentriert sich auf ausländische Projekte



Die Atomunternehmen aus Deutschland konzentrieren sich wegen der schlechten Aussichten auf Neubauten im Inland eher auf ausländische Projekte. Beispielsweise plant Siemens eine Kooperation mit dem russischen Unternehmen Rosatom. Nach Angaben von Siemens seien in den nächsten 20 Jahren weltweit bis zu 400 neue Atomkraftwerke mit einem Volumen von 1000 Milliarden Euro umsetzbar. Laut einer Studie gebe es zwar einen Zuwachs an Plänen für den Neubau von Atomkraftwerken, die Umsetzung jedoch gehe eher zögerlich voran.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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