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Neustart von Kosloduj teilt die Gemüter

Nachricht vom 10.2.2009
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Das alte Kernkraftwerk Kosloduj an der Donau soll wieder ans Netz gehen, aber die Meinungen in Bulgarien sind geteilt. Die Atomanlage sowjetischer Bauart liegt etwa 150 km nördlich von der Landeshauptstadt Sofia und ist für die Einen Symbol des nationalen Stolzes und für die Anderen eine Gefahrenquelle wegen ihrer veralteten Reaktoren. Kosloduj produziert rund 35% der Energie, die in bulgarischen Haushalten benötigt wird.



Seit der zweiwöchigen Gaskrise im Januar war die Kernkraftanlage wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt und Forderungen laut geworden, dass wenigstens einer der beiden Atommeiler wieder aktiviert werden müsse. Zwei Drittel der Bulgaren befürworten Angaben zufolge den Neustart der Reaktoren, auch wenn dies nicht von der EU genehmigt wird. In der Regierung führte das Vorhaben zu Streitigkeiten. Wirtschafts-und Energieminister Petar Dimitrow argumentierte, dass man die durch den Gastopp entstandenen Verluste mit Stromexporten ausgleichen könne, Atomgegner vertreten die Ansicht, dass nur die Energielobby davon profitieren werde, die Strompreise aber bleiben.
 
Mit seinem EU-Beitritt im Jahr 2007 hatte sich Bulgarien dazu verpflichtet, die alte Atomanlage aus Sicherheitsgründen abzuschalten. Kosloduj-Chef Iwan Genow betrachtet dies als „politischen Fehler“, da die Reaktoren Drei und Vier nach ihrer Modernisierung absolut sicher seien. Das Parlament hat daher jetzt die Regierung in Sofia beauftragt, für den Neustart des Kraftwerks zu sorgen. Die Reaktivierung der Meiler soll aber mit Brüssel abgesprochen werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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