StartseiteStromnachrichtenAtomausstieg löst Streit in der Koalition aus

Atomausstieg löst Streit in der Koalition aus

Nachricht vom 9.2.2010

Bundesumweltminister Norbert Röttgen löste mit seiner Forderung nach einem baldigen Atomausstieg in seiner eigenen Partei (CDU) eine heftige Diskussion aus. Hier zeigt sich, dass nicht nur die Bürger der Bundesrepublik sich uneinig sind über den weiteren Verlauf sondern die Laufzeitverlängerung auch die Parteimitglieder untereinander aufhetzt.

Partei und Bevölkerung sind sich uneinig


Nobert Röttgen unterstreicht seine Meinung nach einem raschen Atomausstieg mit den gesellschaftlichen Widerständen gegen Atomkraft, die in der letzten Zeit immer weiter zunehmen. Röttgen ist der Meinung, dass sich seine Partei schnellstens überlegen müsse, ob sie die Kernenergie zu einem Alleinstellungsmerkmal machen will. Auch in den nächsten 20 Jahren wird Atomkraft und Kernenergie keine hinreichende Akzeptanz und Bestätigung in der Bevölkerung finden. Die Union darf ihre Erfolge nicht davon abhängig machen, dass Atomkraftwerke störungsfrei laufen sondern sich an ihr Versprechen erinnern, Atomkraftwerke so bald wie möglich auslaufen zu lassen.
 

Kein Ökostrom ohne Atomstrom?


Die Partei um Norbert Röttgen äußerte sich empört und erklärte, dass es im Koalitionsvertrag eine klare Vereinbarung gibt, die auch für den Umweltminister gilt. Die angestrebten Umweltziele können derzeit noch nicht ohne Kernkraft erreicht werden. Zwar ist es logisch, dass unsichere Atomkraftwerke abgeschaltet werden müssen, doch sichere Kraftwerke können ohne bedenken, oder besser gesagt müssen, noch weiterlaufen. Wie lange die Laufzeitenverlängerung nun wirklich geht, bleib abzuwarten. Atomkraftwerke müssen als Mittel zum Zweck angesehen werden.

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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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