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Supermarkt-Ökostrom oft zu teuer

Nachricht vom 7.2.2009
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Die Zeiten, in denen Supermärkte ausschließlich auf Lebensmittel ausgerichtet waren, sind vorbei. Die meisten Handelsketten bieten inzwischen auch Reisen, Handyverträge oder Bahntickets an, und die Kunden von Kaiser`s und Tengelmann können mit ihrem Wocheneinkauf jetzt sogar Ökostromverträge erwerben. Einer Untersuchung der „Welt online“ zufolge ist die Energie aus dem Supermarkt allerdings oft deutlich teurer als vergleichbare Tarife!

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Sieht man von Großanschaffungen wie Autos oder Möbeln einmal ab, kann man in einem Supermarkt heutzutage fast alles bekommen. Neben Lebensmitteln werden Kleidung, Versicherungen oder Pauschalreisen angeboten. In den 700 deutschen Kaiser`s- und Tengelmann-Filialen ist jetzt auch Ökostrom zu haben. Die Handelskette hat sich mit dem Energieanbieter Badenova zusammengetan und das Gemeinschaftsunternehmen GrünHausEnergie GmbH gegründet. Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub erklärte, dass der angebotene Strom zu 80% aus Wasserkraft und zu 20% aus anderen regenerativen Energiequellen wie Biomasse oder Wind erzeugt werde.

Der Strom ist zu einem Grundpreis von 9,90 Euro pro Monat zu erwerben. Die Kilowattstunde kostet 19,99 Cent, und der Kunde profitiert von einer zweijährigen Preisgarantie des Anbieters. Wer zudem Energie spart und dieses Jahr 100 Kilowattstunden weniger verbraucht als 2008, erhält eine Gutschrift von 10 Euro. Haushalte, die noch mehr Strom einsparen, können mit weiteren Bonusangeboten rechnen. Verbraucherschützer stehen der Ökoenergie aus dem Supermarkt jedoch skeptisch gegenüber, denn es gab schon einige Versuche, Strom über die Discounter an den Kunden zu bringen. Der Erfolg blieb aus, weil die Verbraucher an der Ladenkasse keine Vergleichsmöglichkeiten hatten und ihre Energie deshalb lieber direkt beim Versorger einkaufen.

Dagmar Ginzel vom Verbraucherportal Verivox hat Bedenken, ob sich der Ökostrom für Kaiser`s und Tengelmann rentiert, da das angebotene Produkt im direkten Preisvergleich mit anderen Naturstromtarifen schlecht abschneidet und einfach zu teuer ist. Ein Vier-Personen-Haushalt bezahlt in Hamburg beispielsweise beim günstigsten regionalen Anbieter bei einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden fast 150 Euro weniger für seinen Ökostrom als bei Tengelmann.

Als positiv wertete Ginzel die Preisgarantie von zwei Jahren, denn angesichts der stetig steigenden Energiepreise dürften die meisten anderen Anbieter da weniger großzügig sein.

 







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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