Startseite Stromnachrichten Grüne wollen Asse-Sanierung von EnBW 

Grüne wollen Asse-Sanierung von EnBW

Nachricht vom 18.1.2010
Anzeige

Die Grünen fordern, dass der Energiekonzern EnBW Rechnung für einen großen Anteil der Auslangerung des Atommülls aus dem Salzstock Asse tragen müsse. Der Grünen-Fraktionsvize Franz Untersteller sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart: "Die EnBW muss sich ihrer Verantwortung stellen, denn mindestens 64 Prozent des radioaktiven Inventars in Asse stammen allein aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim. (…) Es kann nicht sein, dass die EnBW sich um eine längere Laufzeit des Altreaktors Neckarwestheim I bemüht, womit noch mehr Atommüll anfällt, aber so tut, als ginge sie der Skandal um jahrelange Billigentsorgung in Asse nichts an."



Grüne wollen Asse-Sanierung von EnBW

Grüne wollen Asse-Sanierung von EnBW

Grünen-Minister verlangt Rechenschaft von EnBW

Untersteller bezog sich in seinen Anschuldigungen und Äußerungen auf Daten des Bundesumweltministeriums. Rund 15,7 Tonnen Atommüll aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim sind in Asse entsorgt worden. Er meint, dass die EnBW sowie deren Vorgängerunternehmen EVS und Badenwerk über Jahrzehnte Beträge in Milliardenhöhe mit dem Betrieb des Kernkraftwerkes verdient haben, und nun müsse sich der Konzern auch der Verantwortung für die Entsorgungskosten des angefallenen Atommülls stellen. Der Grünen-Politiker plädierte dafür, bundesweit nach neuen Standorten für ein Endlager zu suchen. Dabei müssten auch Gesteinsformationen wie Granit und Tonschichten geprüft werden.
 
Am 15. Januar 2010 hatte das Bundesamt für Strahlenschutz mitgeteilt, dass die 126.000 Fässer radioaktiven Inhalts bald aus dem einsturzgefährdeten Atommülllager in Niedersachen transportiert werden sollten. Seit Jahren dringt in den Salzstock Wasser ein, was das Lager als nicht mehr sicher erscheinen lässt.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

copyrighthinweis



Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )




Diese Stromnachrichten könnten dich auch interessieren:

2008 mehr Strom als je zuvor über Atomreaktor Biblis ( vom 1.12.2008 )
2008 mehr Strom durch Atomkraftwerke ( vom 14.12.2008 )
RWE plant trotz Wirtschaftskrise Investitionen in Milliardenhöhe ( vom 12.1.2009 )
Zentrum für Stromsicherheit durch RWE und TenneT TSO ins Leben gerufen ( vom 12.1.2009 )
Gas-Streit zwischen Moskau und Kiew hat immer mehr Folgen ( vom 13.1.2009 )
Energiekonzern RWE zieht Bau eines Atomkraftwerks in Großbritannien in Betracht ( vom 13.1.2009 )
Heizung auch bei kurzer Abwesenheit laufen lassen ( vom 13.1.2009 )
Heizung bei Stromausfall durch Kälte per Hand neu starten ( vom 16.1.2009 )
Finanzkrise inzwischen auch für große Stromkonzerne spürbar ( vom 17.1.2009 )
Geräte zur unterbrechungsfreien Stromversorgung arbeiten nur wenige Minuten ( vom 18.1.2009 )
Die Glühbirne zieht sich aus den deutschen Haushalten zurück ( vom 18.1.2009 )
Energiesparlampen lösen die handelsübliche Glühbirne ab ( vom 19.1.2009 )
Erstes Atomkraftwerk für Polen ( vom 19.1.2009 )
E.ON und RWE planen Kernkraftwerke in Großbritannien ( vom 20.1.2009 )
Neue Agentur für Ökoenergie in Bonn geplant ( vom 21.1.2009 )
Stromverbrauch schießt aufgrund leerer Pipelines in die Höhe! ( vom 21.1.2009 )
Die Kernkraft ist zurück! ( vom 22.1.2009 )
Kernkraft als zuverlässige Alternative zum Gas ( vom 22.1.2009 )
Erneuerbare Energien beim Heizen auf dem Vormarsch ( vom 25.1.2009 )
Ökostrom gefragt, aber selten Anbieterwechsel ( vom 26.1.2009 )