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Widerstand gegen Windparks auf See

Nachricht vom 15.12.2008
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Auf den Nordseeinseln Borkum und Wangerooge sollen in Küstennähe zwei Offshore-Windparks errichtet werden. Die Inseln befürchten dadurch langfristig Nachteile für den Tourismus, da die Energieanlagen den Blick auf das Meer beeinträchtigen. Auch die Gefahr von Schiffskollisionen und damit verbundener Umweltverschmutzung werde damit laut Anklage um einiges größer. Das Landgericht Oldenburg wird den Fall am Donnerstag verhandeln. Für den Windpark Riffgat auf Borkum sollen ca. 44 Anlagen auf einer Länge von 14 Kilometern in nordwestlicher Richtung am ostfriesischen Standort Bunderhee aufgestellt werden.

 Bau und anschließender Betrieb des Parks werden durch das Oldenburger Energieunternehmen EWE und die Firma ENOVA unterstützt. Das Projekt wird voraussichtlich ab 2011 umgesetzt. 13 Kilometer nordöstlich von Wangerooge liegt der Standort Nordergründe, auf dem 18 Anlagen geplant sind. Dieser Bau wird durch die Bremer Energiekontor AG gefördert. Zum Jahreswechsel 2009/2010 sollen die Energieanlagen ihre Arbeit aufnehmen und künftig Strom aus Wind erzeugen und ins Netz einspeisen.

Das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg und die am Bau beteiligten Unternehmen weisen die Klagen der Inseln zurück und gehen allenfalls von mittelbaren Beeinträchtigungen für die Bewohner und Besucher aus. Gegen Nordergründe wurde auch durch den Naturschutzverband BUND Klage erhoben. Er hält die geplanten Windparks generell für ökologisch bedenklich. Nordergründe liegt unweit des Nationalparks „Niedersächsisches Wattenmeer“ und damit für den „Wattenrat“ bedenklich. Die Gruppe verbandsunabhängiger Naturschützer Ostfrieslands wirft den Behörden vor, die Flugroute der Vögel nicht ausreichend zu berücksichtigen. Darüber hinaus soll die Zahl der geschützten Vogelarten in dem Gebiet unrechtmäßig verringert und statistisch angepasst worden sein.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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