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Was ist Curie-Temperatur?

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Die Curie-Temperatur beschreibt, eine Temperatur, bei der der Verlust der ferromagnetischen- und elektrischen Eigenschaften auftritt und die Probe damit nur noch oberhalb paramagnetisch ist.

Die Curie-Temperatur stellt also einen Phasenübergang dar und ist für jedes Material spezifisch. Oberhalb der Temperatur verlieren die Kristallbereiche ihre Magnetisierung, unterhalb erhalten sie die magnetischen Eigenschaften zurück. Dabei zeigt sich eine spontane Magnetisierung kleiner Abschnitte in den Kristallen der ferromagnetischen Stoffe. Aufgrund dieser Veränderungen bei entsprechenden Temperaturen, können die Werkstoffe nur als Magnet verwendet werden, wenn die Curie-Temperatur deutlich unterschritten wird.
Anwendung findet die Curie-Temperatur in der Datenspeicherung, bei Thermostaten, in der Paläomagnetik, der Geophysik sowie in Form von Ferritkernen.

Bei der Datenspeicherung wird die magnetische Schicht spezieller Speichermedian mittels Laser bis zur Curie- Temperatur erwärmt, wodurch vorhandene Informationen entfernt werden, um Platz für neue zu schaffen.

Die Curie-Temperatur als Grundlage moderner Technik



Thermostate in Lötkolben verwenden die Curie-Temperatur, um den Punkt zu messen, bei dem die Lötspitze zu heiß wird. Dadurch verliert ferromagnetisches Material am Lötkolben seinen Magnetismus, sodass ein magnetischer Kreis nicht mehr geschlossen ist und der Strom unterbrochen wird. Im Prinzip wirkt diese Vorrichtung wie eine Sicherung.

Paläomagnetik und Geophysik nutzen darüber hinaus die Erkenntnisse durch die Curie-Temperatur zu Forschungszwecken, beispielsweise wann es in der Erdgeschichte zu Schwankungen im Magnetfeld kam.

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