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Stromkosten: Wie entsteht der Preis für den Strom?

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Jeder deutsche Haushalt, aber auch Gewerbe und Industrie sind auf Strom angewiesen. Obwohl sie zum Alltag gehört, ist jedoch viel Aufwand hohe Investitionen notwendig. Im folgenden Text erfahren Sie, wie sich die Stromkosten zusammensetzen und warum es so hohe Unterschiede bei den Preisen je nach Stromanbieter gibt. Mit diesem Wissen können Sie günstige Stromanbieter ausfindig machen und nach einem Stromanbieterwechsel dauerhaft profitieren.


Zusammensetzung des Strompreises verstehen



Der Strompreis ist im Grunde das Entgelt für die Belieferung der elektrischen Energie. Doch hinzu kommen verschiedene Komponenten, wie Steuern und Abgaben. Insgesamt steigern diese die Stromkosten um 60 Prozent. Den größten Teil des Strompreises macht die Stromerzeugung mit ca. 36 Prozent aus. Der zweitgrößte Teil gebührt mit 23 Prozent der Netznutzung. Damit der Strom vom Erzeuger zum Verbraucher transportiert werden kann, sind kilometerweite Stromleitungen notwendig. Deren Bau und Wartung erfordert Investitionen, die zunächst auf die Stromanbieter zurückfallen.


Diese wiederum übertragen die Netznutzungskosten auf die Verbraucher. Mit einem 16-prozentigen Anteil an den Stromkosten folgt nun die Mehrwertsteuer. Nun bleiben noch rund 25 Prozent des Strompreises ungeklärt. Diese sind auf Steuern und Abgaben zurückzuführen. 7,4 Prozent sind Konzessionsabgaben, die für die Verlegung und den Betrieb der Leitungen in Gemeinden gezahlt werden, um die Stromversorgung zu gewährleisten. Hinzu kommen 8,4 Prozent Stromsteuer, 8,5 Prozent Ökostromumlage und 0,9 Prozent Umlage für Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung.


Die beiden letztgenannten Abgaben sind auf die deutsche Energiewende zurückzuführen und wurden im Erneuerbare-Energien-Gesetz der Bundesregierung von 2011 verankert. Die Umlagen sind von jedem Stromverbraucher zu zahlen und gehen als Subventionen an solche Stromproduzenten, die erneuerbare Energien für ihre Stromproduktion nutzen. Damit soll der Bau und die Nutzung derartiger Anlagen attraktiv gemacht und somit gefördert werden, um die Energiewende voranzutreiben.


Warum gibt es trotzdem Preisunterschiede bei Stromtarifen?



Das Phänomen der unterschiedlichen Stromkosten je nach Stromanbieter und Stromtarif ist auf den starken Wettkampf auf dem Strommarkt zurückzuführen. Seit jeder Haushalt seinen Stromanbieter frei wählen darf, gibt es immer mehr Stromversorger und verschiedenste Angebote. Und jeder Versorger möchte möglichst viele Kunden auf seine Seite ziehen, was nur mit günstigen Preisen geschehen kann. Deshalb entwickelten die Stromversorger verschiedenen Tarife, die für verschiedene Stromverbrauchswerte besonders günstig für den Kunden sein können.


Zum einen sind hier Variationen beim Preis für Grundgebühr und Kilowattstunde möglich. Zum anderen locken Stromanbieter aber auch gerne mit Neukundenrabatten, die die Stromkosten im ersten Jahr zusätzlich senken. Aus diesem Grund kann der Verbraucher am meisten sparen, wenn er Stromlieferverträge mit kurzen Vertragslaufzeiten abschließt und möglichst oft zu einem neuen Stromanbieter wechselt. Durch den Wettkampf auf dem Strommarkt wird es immer wieder neue, noch günstigere Tarife geben.







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