Solarenergie: Entwicklung in Sachen Dünnschicht

25.4.2012 | Redaktion: Gerhard Solter
„Vor dem Hintergrund des First-Solar-Rückzugs aus Deutschland steht die Solarbranche wieder einmal vor einem Wendepunkt“, beginnt Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender des Veranstalters Solarpraxis AG vergangene Woche das Thin-Film Industry Forum 2012. Diese wurde im Rahmen der weltweit größten Dünnschicht-PV-Konferenz 4. Photovoltaiks Thin Film Week organisiert und macht Hoffnung auf neue Märkte. Remmers erklärt die entsprechenden Möglichkeiten.
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Solarenergie: Entwicklung in Sachen Dünnschicht

Die unverblümte Wahrheit


Der Europäische Markt wird schrumpfen. Doch dafür wird die Bedeutung in den Märkten Asiens, aber auch in den USA zunehmend steigen. Dieses Thema war immer wieder Bezugspunkt während der Veranstaltung. Deswegen ist es jetzt besonders für Unternehmen wichtig, diese Entwicklung in Zukunft für sich zu nutzen, wie Dr. Winfried Hoffmann von der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) erklärt.

Im Jahr 2020 lägen die Preiserwartungen für kristalline Module bei rund 60 bis 80 $-Cent pro Watt. Derweil werden für die Dünnschicht-Photovoltaik nur zwischen 30 und 70 $-Cent pro Watt erwartet. Diesen Prognosen entstanden auf einer Basis „gesunder“ Preise, bei welchen jeder Teil der Wertschöpfungskette ausreichend vergütet wird.


Preiskonkurrenz China


Chinesische Hersteller treiben die Preise auch im Dünnschicht-Sektor schon heute herunter, worauf Matthias von Armansperg von ACCELIOS Solar einging. Als Folge wird der Preisunterschied zwischen kristallinen und Dünnschicht-Modulen immer geringer, weshalb es nun eine Bewegung im Dünnschicht-Sektor gibt.

Von Armansperk zweifelt an der Nachhaltigkeit des chinesischen Geschäftsmodells, was sich seiner Meinung nach bald herausstellen wird. „Wie in Japan und Korea werden die steigenden Lohnkosten auch in China dazu führen, dass die Preise auf Dauer wieder steigen und sich dadurch den europäischen Preisen angleichen“, so hofft er.

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