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Ökostrom - Verbraucher überfordert von Labelflut

Nachricht vom 30.1.2012
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Die deutschen Verbraucher verlieren ausgehend von den Ergebnissen einer repräsentativen forsa-Umfrage den Überblick über die unterschiedlichen Ökostromzertifikate am Markt. Aus diesem Grund fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ein einheitliches und zugleich anspruchsvolles Label für Ökostrom. Wenn Ökostrom weiterhin genutzt werden soll, müsse nach Ansicht von Gerd Billen, vzbv-Vorstand, schnell ein verlässliches Ökostromsiegel gefunden werden.



Ökostrom - Verbraucher überfordert von Labelflut

Ökostrom - Verbraucher überfordert von Labelflut

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom



Ökostrom ist ein weiter Begriff, denn weder eine gesetzliche noch eine rechtliche Definition gibt zu einhundert Prozent vor, was Verbraucher unter Ökostrom zu verstehen haben. Wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des vzbv ergab, denken rund 40 Prozent der Verbraucher, dass diesbezüglich eindeutige gesetzliche Regelungen bestehen. Zudem weiß nur jeder Vierte Befragte, was ein Ökostromlabel ist. Die Studie kommt, genauso wie eine Erhebung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu dem Ergebnis, dass die Verbraucher das Thema zwar als wichtig empfinden, die Mehrheit jedoch nicht weiß, was Ökostrom eigentlich ist. In diesem Zusammenhang sieht Billen vor allem die Wirtschaft und Politik in der Pflicht. Die Fülle an unterschiedlichen Ökostrom-Angeboten ist zwar groß, dennoch werden die für die Verbraucher wichtigen Kriterien nur unzureichend beachtet.



Verbraucher wollen klare Richtlinien 



Aus der Studie geht hervor, dass die Verbraucher genau wissen, welche Kriterien Ökostrom für sie erfüllen muss. Beispielsweise soll Ökostrom zu einhundert Prozent aus erneuerbaren Energien stammen und die Versorger sollen einen Teil der Einnahmen in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Zudem soll die Herkunft des Ökostroms eindeutig sein. Nahezu 50 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass der Ökostrom zeitgleich zum Verbrauch hergestellt und direkt vom Stromerzeuger vertrieben wird.

Für eine Ökostromerzeugung in Deutschland sprach sich ebenfalls fast die Hälfte aus. In der Mehrheit sind die Verbraucher jedoch dagegen, dass konventioneller Strom durch den Zukauf von Zertifikaten als Ökostrom zertifiziert werden kann. Billen fordert deshalb ein ambitioniertes Label, welches die Verbraucher in die Lage versetzt, durch den Wechsel zu einem Ökostromversorger aktiv an der Energiewende teilzuhaben. Die Bundesregierung müsse Klarheit schaffen, in dem ein einziges Label für Ökostrom eingerichtet wird.

Pressemitteilung des vzbv vom 27.01.2012
http://www.vzbv.de/8707.htm







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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