Lösung des Speicherproblems für Ökostrom

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Bläst der Wind zu stark, sind die Stromnetze überlastet, denn der Strom kann nirgends gespeichert werden. Dieses Problem ist bislang das größte in der Ökostrombranche. Doch einem Artikel der „Welt Online“ zufolge könnte dieses Speicherproblem bald der Vergangenheit angehören. Denn die Bundesnetzagentur überprüft das vielversprechende Potential der Technologie, Strom durch die Umwandlung in Wasserstoff und Methan zu speichern.
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Lösung des Speicherproblems für Ökostrom

Lösung des Speicherproblems für Ökostrom

Die gefeierte Technologie


Die Power-to-Gas-Technologie, also die Umwandlung von Elektrizität in Wasserstoff und Methan könnte der erlösende Ausweg für die derzeitige Überlastung der Stromnetze darstellen. Sie bietet eine Speichermöglichkeit eben wie die nötige Infrastruktur – denn Gasnetze sind bereits vorhanden. Diese Idee wird dem Bericht zufolge bereits euphorisch gefeiert. Um die Technologie allerdings durchsetzen zu können, sind „konkrete Zeitpläne und Umsetzungsstrategien“ notwendig, wie der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth im Gespräch mit „Welt Online“ offenbarte. Um diese zu treffen trafen sich Vertreter der Bundesnetzagentur am gestrigen Dienstag gemeinsam mit dem Fraunhofer Isntitut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) auf einem Kongress in Berlin mit Wissenschaftlern, Energiewirten, Leitungsbauern und Politikern. Das Verfahren selbst existiert schon seit mehr als hundert Jahren und heißt Elektrolyse. Dabei wird Wasser, mit der chemischen Formel H2O, mit Hilfe elektrischer Energie in seine Bestandteile Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O2) zerlegt. Der brennbare Wasserstoff kann direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden und als Gas genutzt, oder bei starker Stromnachfrage in Gaskraftwerken verbrannt und so zurück in Elektrizität umgewandelt werden. Die veredelte Elektrizität könnte ebenso als Wärmequelle für Heizungen zur Verfügung stehen.

 

Hohes Speicherpotential


Mit einem Volumen von 20 Milliarden Kubikmetern ist das Speicherpotential gewaltig – es kann 106 Terawattstunden  der umgewandelten Energie speichern. Denn nicht nur die unterirdischen Gasspeicher können eingerechnet werden, sondern auch die Pipelines selbst. Es ließe sich als ein Sechstel des jährlichen deutschen Elektrizitätsbedarfs im Erdgasnetz speichern und selbst im Punkto Sicherheit gibt es keinen Haken. Der Grenzwert von fünf Prozent Wasserstoff wird derzeit nicht einmal annähernd erreicht. Es ist sogar möglich, das als Klimakiller bekannt gewordene Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) zu verwenden, um in Verbindung mit Wasserstoff das als „Erdgas“ bekannte Methan (CH4) zu produzieren. In der Energiebranche etabliert sich derzeit das Kürzel SNG für „Substritute Natural Gas“ für dieses künstlich hergestellte Methan.


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