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Naturstrom beziehen und die Umwelt entlasten

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Ökostrom, Naturstrom, nachhaltiger Strom … diese und ähnliche Bezeichnungen haben Sie sicherlich schon öfter vernommen. Aber was versteckt sich hinter diesen Begriffen eigentlich und was bedeutet das für Sie, wenn Sie solchen Strom beziehen oder beziehen möchten?

Die Begriffsklärung ist dabei nicht ganz einfach. Denn es gibt in Deutschland keine eindeutige, allgemein anerkannte Definition von Naturstrom. Grundlegend festzuhalten ist jedoch, dass sich diese Bezeichnung auf Strom bezieht, der auf natürliche Weise erzeugt worden ist.

Konkret gemeint sind damit Erzeugungsmaßnahmen, die auf der Basis von regenerativen Energien aufbauen. Regenerativen Energien sind Energiequellen, die dem Menschen unbegrenzt zur Verfügung stehen, die also im Gegensatz zu fossilen Quellen wie Kohle oder Öl nicht aufgebraucht werden können. Dazu zählen zum Beispiel Sonnenenergie, Windkraft oder Wasserkraft.

Darüber hinaus wird jedoch gerne noch ein weiteres Merkmal mit in die Definition von Naturstrom einbezogen. So wird gefordert, dass der Strom auch auf umweltverträgliche Weise erzeugt werden soll. Dies ist auch bei regenerativen Erzeugungsmaßnahmen nicht immer der Fall. Große Stauwasserkraftwerke nehmen zum Beispiel einen negativen Einfluss auf das Umfeld, in welchem sie gebaut werden, indem Lebensräume von Tieren und Pflanzen (und zuweilen auch Menschen) überschwemmt werden.


Naturstrom muss fördern und gefördert werden



Häufig werden allerdings auch Anforderungen an die Anbieter von Naturstrom gestellt. So fordern viele Umweltschutzorganisationen, dass diese Anbieter den Strom nicht nur auf natürliche Weise erzeugen, sondern kontinuierlich neue Investitionen tätigen, um auf diese Weise nach und nach den Anteil von Naturstrom am deutschen Strommix zu erhöhen.

Dies wird auf unterschiedliche Weise von den verschiedenen Naturstromanbietern realisiert. Sehr beliebt ist dabei die Variante, dass zusätzlich zu dem normalen Strompreis ein kleiner Aufschlag auf jede verbrauchte Kilowattstunde erhoben wird, der dann ausschließlich zur Förderung von neuen Anlagen auf regenerativer Basis verwendet wird. Einige Anbieter bieten sogar einen erhöhten, optionalen Aufschlag an, für Kunden, die ihren Strom besonders umweltbewusst beziehen möchten.

Verbraucher müssen mehr Naturstrom beziehen



Festzuhalten ist aber in jedem Fall eins: Auch, wenn Sie künftig Naturstrom beziehen, ändert sich natürlich nichts an dem Strom, den Sie tatsächlich an Ihre Steckdose bekommen. Denn Strom wird immer dort verbraucht, wo er auch erzeugt wird. Dennoch lohnt sich dieser Wechsel aus Umweltgründen, denn Strom aus natürlichen, regenerativen Quellen hat Priorität bei der Einspeisung in das deutsche Stromnetz und wird so immer verbraucht. Je mehr Verbraucher bei einem dieser Anbieter sind, umso mehr wird von diesen auch eingespeist, folglich wird weniger Strom aus fossilen Quellen erzeugt.







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