Die weiter steigenden Rohölpreise gepaart mit dem schwachen Euro ergeben für Heizölkunden in Deutschland einen weiteren Anstieg der Heizölpreise. Die Wetterprognosen versprechen zudem keine Besserung, sodass zumindest mit einer Verlängerung der Lieferzeiten zu rechnen ist. Auch die Preise könnten sich dadurch eher negativ entwickeln.
Leider nimmt das Jahr für Heizölkunden kein schönes Ende: das Öl verteuert sich weiter, sodass auch der Chart immer neue Höhen erklimmt. Am Morgen notierte Gasöl (relevant für Heizöl und Diesel) in London bei 780$ je Tonne, was einem Plus von 2 Prozent entsprach, auch die Nordseesorte Brent stieg um 1,5 Prozent auf 93,50$. Unglücklicherweise verliert auch noch der Euro an Gegenwert zum Dollar. In Deutschland bedeutet das für Heizölkunden einen Preisanstieg von 1,5 Prozent. Damit kosten 100 Liter aktuell 73,50 Euro. In Ostdeutschland betragen die wetterbedingten Aufschlägen nun schon 2 Euro.
Kommt der Jahrhundertwinter?
Nun bleibt abzuwarten, ob die Wettervorhersagen zutreffen – das könnte erhebliche Auswirkungen auf Flughäfen, Bahnstrecken und Autobahnmeistereien aber auch die Heizölpreise haben. Irren die Wetterfrösche nicht, steht uns tatsächlich der prophezeite Jahrhundertwinter ins Haus, zumindest im Norden und Osten Deutschlands. So werden für
Berlin nach anfänglichem Eisregen über die Feiertage bis zu 20cm Neuschnee angesagt. Schon Ende Dezember 40cm Gesamtschneehöhe in der Hauptstadt stellen auch den letzten Winter in den Schatten.
Aus Hamburg wird derzeit von heftigem Eisgang auf der Elbe berichtet. Das wirkt sich vor allem auch auf die Heizölversorgung aus. Da die Tanks vornehmlich über den Schienen- du Binnenverkehr transportiert werden, könnten zugefrorene Wasserwege und eingeschneite Schienen und Straßen die Lieferzeiten weiter verzögern. Die entstehende Verknappung würde außerdem zu einem Preisanstieg führen.
Warten auf das Preistief
Verbraucher sollten sich also darauf einstellen, dass sich die Lieferzeiten weiter verlängern und das Brennmaterial sicher nicht preiswerter wird. Abhängig von der Witterung ist ein Preistief im Januar zumindest nicht auszuschließen. Tendenziell ist damit aber eher im Februar 2011 zu rechnen, auch damit, dass es wohl nicht so ausgeprägt wird. Zusätzlich zu steigenden Weltmarktpreisen und der frostigen Witterung kommt in diesem Winter noch der schwache Euro hinzu – alles in allem keine gute Mischung für günstige Heizölpreise.
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