Erleichterung am Heizölmarkt

14.12.2010 | Redaktion: Gerhard Solter
Erstmals seit Anfang Dezember wird Heizöl deutlich billiger. Die günstigen Entwicklungen auf dem Ölmarkt und das verbesserte Euro-Dollar-Verhältnis bescheren Heizölkunden eine Entlastung von 1 Euro je 100 Liter. Prognosen der OPEC und der IEA zufolge könnte der Preis künftig jedoch ein höheres Niveau erreichen.
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Erleichterung am Heizölmarkt

Erleichterung am Heizölmarkt

Entlastung des Marktes



Der Euro klettert auf einen Gegenwert von 1,34$ und sorgt zusammen mit den guten Entwicklungen am Ölmarkt für eine spürbare Entlastung. Die Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) liegt aktuell bei 765$. Somit ergibt sich für deutsche Kunden ein Minus von 1 Euro je 100 Liter Heizöl. Damit fallen erstmals nach zwei Wochen die Preise – ob das jedoch das Ende der Preisspitze ist, bleibt abzuwarten.

100$ je Barrel könnten Alltag werden



Die Internationale Energieagentur (IEA) und die OPEC vermuten für das kommende Jahr einen größeren Anstieg des Verbrauchs, als bislang prognostiziert. Als Nachfragemotor entpuppt sich vor allem China, aber auch in den USA ist eine Konjunkturerholung zu spüren. Auch die anhaltende Kältewelle in Europa und den USA spricht eher für steigende Preise. Deshalb geht die OPEC von Ölpreisen um 100$ je Barrel aus. Man wolle jedoch den Ausstoß nicht erhöhen, da sich erst zeigen müsse, ob die bullishen Faktoren im jüngsten Ölpreisanstieg von 80 auf 90 $ je Barrel ausreichend berücksichtigt wurden. Eine Theorie besagt, dass die Ölpreise an der Börse ihrer Zeit immer rund ein halbes Jahr voraus sind. Weitere Faktoren können den Preis ins Wanken bringen, wie die Gefahr weiterer Staatspleiten im Euroraum oder eine Überhitzung der Konjunktur in China. Sowie den Märkten kein Geld mehr zur Verfügung steht, gerät die Konjunktur ins Stocken. Kommt der Geldfluss nicht zügig wieder in Gang droht eine Inflation.

Für Heizölkunden ist es angesichts der Wetterlage vor allem Ratsam ihre Versorgung sicher zu stellen. Nicht, dass man über die Feiertage noch Hektik aufkommt. Für Spekulanten könnte sich das Warten auf ein Januar- oder Februartief lohnen – zumindest ergibt sich die Hoffnung im Rückblick der letzten fünf Jahre.

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