Höchststand seit November 2008

2.12.2010 | Redaktion: Nadine Rom
Heizöl kostet so viel wie schon seit zwei Jahren nicht mehr. Grund dafür ist vor allem der Wintereinbruch in weiten Teilen Europas und der USA. Der Euro festigt sich unterdessen ein wenig.
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Höchststand seit November 2008

Höchststand seit November 2008

Über 70 Cent je Liter Heizöl


Nach dem heftigen Wintereinbruch sowohl in Europa als auch in den USA, kommt es heute, wie bereits gestern vermutet, zu steigenden Preisen für Gasöl (Börsenwert für Diesel und Heizöl). Ein schwacher Trost ist der sich etwas stabilisierende Euro, mit einem Kurs von etwa 1,31 US-$ Gegenwert. Auf die Ölpreise im Inland hat das allerdings nur geringe Auswirkungen. In Deutschland zahlt der Heizölkunde heute rund einen Euro mehr je 100 Liter. Damit erreicht der Ölpreis mit Blick auf die letzten zwei Jahre ein Rekordhoch. Konkret kostet der Liter erstmals seit November 2008 wieder mehr als 70 Cent bei einer 3000-Liter-Lieferung. Schuld daran sind auch der Wirtschaftsaufschwung und die Euroschwäche.

Frostschutz wichtig!



Wer den Einkauf bis jetzt herausgezögert hat, hat nun schlechte Karten: neben steigenden Preisen müssen sie auch noch steigende Lieferzeiten hinnehmen, denn die fast landesweiten Schneefälle verschlimmern die Logistiksituation noch zusätzlich. Leider zeigen die Wettermodelle unterschiedliche Prognosen, sodass nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, wie lange sich das Winterwetter hält. Bislang macht der Jahrhundertwinter 2010/2011 seinem Namen jedenfalls alle Ehre. Heizölkunden sei geraten bis Februar rechtzeitig zu bestellen und mit steigenden Heizölpreisen zu rechnen. Wichtig ist außerdem der Frostschutz. Wer sein Öl draußen oder im unbeheizten Schuppen lagert sollte rechtzeitig Kälteschutzadditiv beimischen. Denn schon bei Temperaturen unter null Grad ist das Heizöl kaum noch fließfähig und würde zum Heizungsausfall führen. Bereits entstandene Paraffinkristalle verschwinden bei Zugabe des Additivs nicht, sondern erst wieder wenn es warm wird.

Die Bestandsdaten haben diese Woche wenig Einfluss auf die Preisbildung. Man verzeichnet beim Rohöl wie Benzin schwache Aufbauten und bei den Destillaten, wie Heizöl einen geringen Abbau.

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