Was ist Toluol?
Tuluol ist eine chemische Substanz, die in kleineren
Mengen in Erdöl vorkommt und hauptsächlich daraus gewonnen wird. Tuluol wird auch Methylbenzen, Methylbenzol, Phenylmethan, Anisen oder Toluen genannt. Es ist eine farblose Flüssigkeit mit einem starken Eigengeruch, der als blumig stechend beschrieben wird. Die Substanz wird der Gruppe der Kohlenwasserstoffe zugeschrieben. Die Flüssigkeit ist fast unlöslich in Wasser, hat einen Siedepunkt von 111 Grad Celsius und einen Schmelzpunkt von -95 Grad Celsius. Bei der Verbrennung von Tuluol bleiben Rückstände zurück. Die Flamme ist gelb und stark rußend. Tuluol ist unter anderem in Benzin enthalten, wird aber auch gezielt als Lösungsmittel eingesetzt. Es kann als Ersatz für Benzol dienen und wird auch zur Herstellung von Sprengstoffen, wie TNT, verwendet. Da eine direkte Herstellung aus Erdöl nicht wirtschaftlich ist, wird Tuluol bei der Verarbeitung von Erdöl durch Cracken oder Dehydrocyclisierung gewonnen.
Das Toluol als Bestandteil von Erdöl
Weltweit werden jährlich fünf bis zehn Millionen Tonnen produziert. Tuluol entsteht zudem durch die Verbrennung von Benzin, beispielsweise im Auto und in geringen
Mengen beim Rauchen von Zigaretten.
Tuluol ist leichtentzündlich und gesundheitsschädlich. Der Kontakt mit der Haut und den Augen muss vermieden werden. Außerdem müssen elektrostatische Aufladungen ausgeschlossen und Zündquellen ferngehalten werden. Die chemische Substanz darf zudem nicht in die Kanalisation gelangen.