Was ist Siedeverlauf?
Der Siedeverlauf beschreibt kurz gesagt den Anteil verdampfter Flüssigkeit bei verschiedenen Temperaturen. Der Siedeverlauf ist auch bekannt unter der Bezeichnung Flüchtigkeit. Flüchtigkeit ist genauer gesagt die Verdunstungsgeschwindigkeit bzw. das Verdunstungsverhalten. Als Variable für das Verhalten von Stoffen nimmt man den Dampfdruck. Stoffe mit sehr hohem Dampfdruck zeigen eine hohe Flüchtigkeit aus wässrigem Systemen sowie eine hohe Mobilität in der Atmosphäre. Der Dampfdruck entspricht dem Sättigungsdruck von einem Stoff über seiner festen oder flüssigen Phase. Zusammen mit anderen Parametern legt er unter anderem die folgenden Gegebenheiten fast: die Transportgeschwindigkeiten des Austausches
Wasser bzw. Luft oder Boden bzw. Luft sowie die Geschwindigkeit des Übergangs von der festen in die flüssige Phase und umgekehrt. Sowie die Verteilung zwischen den Medien Wasser, Boden und Luft.
Siedeverlauf – Was ist der Siedeverlauf?
Der Dampfdruck ist sehr temperaturabhängig.
Dieselkraftstoffe bestehen beispielsweise aus Kohlenwasserstoffgemischen, die im Bereich von 170°C bis 380°C sieden. Siedeapparatur und Destillationsbedingungen sind in EN ISO 3405 determiniert. Bei der dieselmotorischen Verbrennung sind prinzipiell auch Kohlenwasserstoffe außerhalb des üblichen Siedebereiches geeignet.