Was ist Siedepunkt?
Der sogenannte Siedepunkt oder auch Kochpunkt eines reinen Stoffes ist ein Wertpaar in dessen Phasendiagramm und besteht aus zwei Größen: der Sättigungstemperatur und dem Sättigungsdampfdruck an der Phasengrenzlinie zwischen Gas und Flüssigkeit.
Der Siedepunkt setzt sich aus den beiden Zustandsgrößen Druck und Temperatur beim Übergang eines Stoffes vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand zusammen.
Der Siedepunkt stellt die Voraussetzungen dar, die beim Phasenübergang eines Stoffes von der flüssigen in die gasförmige Phase vorhanden sind, was man als Sieden oder Verdampfen bezeichnet. Der Siedepunkt ist bei der umgekehrten Variante der Kondensation identisch mit dem sogenannten Kondensationspunkt. Beim Verdampfen eines Stoffgemisches kommt es zu einem veränderten Siedeverhalten und man beobachtet einen Siedebereich. Bei einem Phasenübergang von der flüssigen in die gasförmige Phase unterhalb des Siedepunktes, nennt man Verdunstung.
Siedepunkt – Was wird unter dem Siedepunkt verstanden?
Unter- sowie oberhalb des Siedepunktes führt eine Erwärmung der Flüssigkeit bzw. des Gases nur zu einer Erhöhung der Temperatur. In Bewegungsenergie der Teilchen wir die zugeführte Energie genannt.
Wenn der Siedepunkt erreicht ist, werden bei weiterer Zufuhr von Energie die chemisch-physikalischen Wechselwirkungen zwischen den Teilchen gelöst, d.h. die Teilchen treten in die Gasphase über.