Was ist Siedegrenzen?
Als Siedegrenzen wird derjenige Bereich bezeichnet, der zwischen Siedebeginn und Siedeendpunkt liegt. Genauer gesagt handelt es sich bei den Siedegrenzen um die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit siedet, also kocht – demnach in den gasförmigen Aggregatzustand.
Die Siedetemperatur ist abhängig vom Druck und den Materialeigenschaften. Unter den normalen Bedingungen also Normaldruck auf Meereshöhe liegt der Siedepunkt von reinem
Wasser bei 100°C.
Wenn man eine Mischung erhitzt, so wird diese beginnen zu sieden, wenn die Temperatur die Siedetemperatur desjenigen Bestandteils hat, der den niedrigsten Siedepunkt aufweist.
Siedegrenzen – Was sind die sogenannten Siedegrenzen?
Bei dem Siedevorgang treten die Teilchen dieses Bestandteils vermehrt in die Gasphase über. Damit verändert sich aber die Zusammensetzung des Gemisches, und sein Siedepunkt ändert sich damit auch kontinuierlich. Der Anstieg der Temperatur ist erst zu Ende, wenn der Siedepunkt derjenigen Komponente mit der höchsten Siedetemperatur erreicht ist. Man nennt das dann den Siedebereich des Gemisches und nicht mehr einen Siedepunkt. Die Abhängigkeit des Aggregatzustandes und der Zusammensetzungen von Mischungen von der Temperatur wird in sogenannten Siedediagrammen dargestellt.