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Was ist Salzstock?

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Ein Salzstock ist eine Ablagerung von Steinsalz im Boden, der meist eine umgekehrt tropfenförmige oder pilzartige Gestalt annimmt. Andere Bezeichnungen für einen Salzstock sind auch Slazdiapir oder Salzdom, wobei ein Salzkissen eine flacher ausgebildete Ansammlung bezeichnet. Die Ausbreitung kann mehrere Kilometer betragen. Es gibt auch Salzstöcke, die bis an die Erdoberfläche reichen.

Vor schätzungsweise 260 Mio. Jahren bildete sich auf der nördlichen Erdhalbkugel ein stark ausgeprägtes Trockenklima. Zusätzlich senkte sich die Erdoberfläche unter den Meeresspiegel, wodurch große Teile der nördlichen Erdhälfte überflutet wurden. Nach und nach wurde die Verbindung zum Meer getrennt und das Wasser verdunstet, wodurch die Salzkonzentration im Wasser erheblich anstieg, bis letzten Endes das Salz kristallisierte. Als die Schicht eine Dicke von etwa einem Kilometer erreicht hatte, wurde sie vor 30 Mio. Jahren von anderen Ablagerungen bedeckt.

Salzstock – Gigantische Salzvorkommen aus Urzeiten

Durch das hohe Gewicht wurde die Schicht bis zu drei Kilometer in die Tiefe gedrückt. Auf Grund der Druckeinwirkung und die plastische Verformung des Salzes sank dessen Dichte unter die Dichte des umgebenden Gesteins. Dadurch kam eine Aufwärtsbewegung des Salzes zu standen, wodurch die charakteristische Form entstand. Durch Erdmassenbewegungen wurde ermöglicht, dass sich Berge von mehreren hundert Meter Höhe aufhäuften. Bei fehlendem Niederschlag sind diese, wie zum Beispiel im Iran, noch heute zu sehen.

Die beiden bekannten Lagerstandorte für Atommüll in Deutschland sind der Salzstock Asse und der Salzstock Gorleben – sie sind durch diesen Prozess entstanden.

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