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Was ist Molasse?

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Die weichen Sandsteine im Alpenvorland wurden schon im 16. Jahrhundert mit dem Wort Molasse bezeichnet, das wohl aus dem lateinischen „mollis“ abgeleitet wurde. Der Begriff wird heute mit zwei Untergliederungen verwendet. Außenmolasse heißen die Sedimente in Ablagerungsräumen von Gebirgen. Der Name Innenmolasse bezeichnet die Ablagerungen im Gebirgsinneren.

Während die Außenmolasse sich meist aus Geröll, Sand, Ton oder Schluff zusammensetzt, finden sich in der Innenmolasse oft Reste von vulkanischem Gestein. Mit Hilfe von Pflanzenresten und anderen Fossilien kann es in den Sedimenten zur Bildung von Kohle oder Erdgas kommen.

Molasse: sandweich statt steinhart

Die Erdgasfunde in Oberbayerns und Oberösterreichs Alpenvorland sind ebenso der Molasse zu verdanken wie die kohleführenden Schichten in Deutschlands legendärem Ruhrpott. Das bekannteste Molassevorkommen in Europa ist das tertiäre Molassebecken der Alpen von Frankreich über die Schweiz nach Deutschland und Österreich. Ausgedehnte Innenmolasse findet sich in der pannonischen Tiefebene Ungarns wie in der Poebene Italiens. Ebenfalls ein tertiäres Molassebecken ist das Aquitanische Becken in den Pyrenäen, außerhalb Europas finden sich solche Becken vor allem in den Formationen des Himalayas.

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