Was ist Gestängebühne?
Die sogenannte
Gestängebühne ist im oberen Teil des Bohrturms gelegen und hierbei handelt es sich um eine spezielle Arbeitsbühne bei der Rohölbeförderung.
Beim Rotary-Bohrverfahren, welches ein Verfahren bei geologischen Bohrungen ist und hauptsächlich bei senkrechten oder schwach geneigten Tiefbohrungen nach Erdöl, Erdgas oder bei Geothermiebohrungen eingesetzt wird, geht es vordergründig um ein rotierendes Bohrgestänge – die sogenannte Gestängebühne.
Lange wurde mit Drehtischantrieb und einem klassischen pyramidenförmigen Turm gearbeitet und viele Arbeiten sogar manuell ausgeführt, moderne Anlagen arbeiten häufig mit Masten, mit einer Gestängebühne, wobei das Bohrgestänge über einen Kraftdrehkopf angetrieben wird und somit die Arbeit hochmechanisiert ist.
Was macht eine Gestängebühne?
Das Rotary-Bohrverfahren wurde in den USA entwickelt und perfektioniert. Wenn die Stangen untereinander oder mit der Zugkappe oder dem Meißel verschraubt werden, muss die Verschraubung mit einem hohen Drehmoment angezogen werden, was unter dem Namen kontern bekannt ist. Beim Auseinanderschrauben muss dieses Drehmoment dann wieder gelöst werden, was brechen genannt wird. Wenn der Bohrmeißel gewechselt werden muss, so muss das gesamte
Gestänge in der Gestängebühne von der Bohrstange am Kraftdrehkopf bis hin zum Meißel gezogen und anschließend wieder eingesetzt werden.