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kostenlose Gaswechsel HotlineNabucco braucht iranisches Gas
Nachricht vom 30.9.2009AnzeigeLaut Altbundeskanzler Gerhard Schröder ist die von der EU geplante Pipeline Nabucco, die für mehr Unabhängigkeit von russischen Gaslieferungen sorgen soll, nur mit Gas aus dem Iran umsetzbar. Derzeit gebe es genügend Gas für die geplanten Leitungen Nord Stream und South Stream, für Nabucco reiche die Energie aber nicht, so Schröder während der Energiekonferenz in Astana.
Zukunft von Nabucco sorgt weiter für Diskussionen
In der Hauptstadt von Kasachstan fand letzten Freitag eine Energiekonferenz statt, bei der Schröder zugegen war. Er betonte die Wichtigkeit aller drei Gasleitungen, weil Europa mehr immer Gas benötige, allerdings müssten die EU-Länder dazu ihre Streitigkeiten mit dem Iran beilegen und sich über künftige Gaslieferungen vom Kaspischen Meer einigen. Schröder ist Vorsitzender des Aktionärsausschusses der europäisch-russischen Nord Stream AG und mit dem russischen Regierungschef Wladimir Putin befreundet, der betont, dass Nabucco keine Gefahr für die anderen beiden Leitungen darstellt.
Bislang wissen aber weder Putin noch Kreml-Chef Dmitri Medwedew, woher das Gas für Nabucco bezogen werden soll. Mit der Pipeline wollen die EU-Länder weniger in Zukunft auf russische Gaslieferungen angewiesen sein. Im Gegensatz dazu bezeichnete der ehemalige Regierungschef Russlands und frühere Minister für die Gasindustrie , Viktor Tschernomyrdin, die Nabucco-Pipeline bei der Energiekonferenz als Projekt ohne Perspektive, das von “irgendwoher nach nirgendwohin” führe, wie er bereits bei einer Diskussion in der ukrainischen Stadt Jalta auf Krim erklärt hat.
Dem widersprach der ehemalige deutsche Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer jedoch in aller Schärfe und unterstellt Russland nach Angaben der Agentur Interfax vielmehr Nervosität, weil Nabucco ein vielversprechendes Projekt sei. Fischer wirkt als Nabucco-Berater für die Konsortiumsmitglieder RWE und OMV. Nachdem es zwischen Moskau und Kiew wiederholt Gas-Konflikte gegeben hatte, sollen die europäischen Länder dank der neuen Pipelines auch unabhängiger von der Ukraine als bislang wichtigstem Transitland werden.
Schröder verwies zudem bei der Konferenz in Astana darauf, dass die Leitungen in der Ukraine dringend saniert werden müssten. Die Pipeline Nord Stream verläuft durch die Ostsee und soll künftig 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr nach Europa transportieren, South Stream soll 63 Milliarden Kubikmeter Energie durchleiten. Derweil strebt Russland an, die Gasvorkommen in den ehemaligen Sowjetstaaten Turkmenistan, Aserbaidschan und Usbekistan zu bekommen.
Die 3300 Kilometer lange Nabucco-Pipeline soll ab 2011 gebaut werden und 2014 fertig gestellt sein. Nach ihrer Inbetriebnahme soll sie jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa bringen.Der deutsche Energiekonzern RWE ist an Nabucco, was insgesamt etwa acht Milliarden Euro kosten dürfte. Neben dem Iran ist auch der Irak als Gaslieferant für die Pipeline im Gespräch. RWE hat der Erklärung, dass Nabucco auf iranisches Gas angewiesen sei aber inzwischen widersprochen, weil es grundsätzlich mehrere Energiequellen gebe. Dazu gehören dem Konzern zufolge Turkmenistan, Aserbaidschan und der Nord-Irak, was für die Pipeline völlig ausreichend sei.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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