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kostenlose Gaswechsel HotlineNabucco-Pipeline braucht mehr Förderung
Nachricht vom 11.9.2009AnzeigeDer ehemalige Außenminister Joschka Fischer fordert mehr politische Unterstützung für die geplante Nabucco-Gaspipeline und betonte, das nächste Jahr sei entscheidend für das Projekt, weil man volle Rückendeckung vonseiten der Politik benötige. Der Politiker der Grünen berät die Konzerne OMV und RWE, die dem Nabucco-Konsortium angehören.
Ausbau der Gaspipeline nicht unproblematisch
Ab 2014 soll die Gasleitung zwischen dem Kaspischen Meer und dem sogenannten Südkorridor- einer Strecke von mehr als 3300 Kilometern- Gas bis nach Österreich liefern, wobei Russland ausgeklammert wird. Mit Nabucco wollen die EU-Länder unabhängiger von russischem Gas werden. Fünf Jahre später im Jahr 2019 soll die maximale Lieferkapazität von 31 Milliarden Kubikmetern erreicht werden. Ende des nächsten Jahres soll endgültig über die Investition in die Pipeline entschieden werden, das Projekt dürft etwa acht Milliarden Euro kosten.
Ein ernstes Problem ist die Gewährleistung von Lieferquellen. Kaspische Länder wie Turkmenistan oder Aserbaidschan haben ihren Energiesektor in staatlicher Hand und sind wichtige Transitländer für das Nabucco-Gas. Fischer verhandelt daher "parallel" vor allem in Berlin, Washington und Brüssel einerseits und mit den Regierungen der Türkei, Turkmenistans und Aserbaidschans über die Gaslieferung und den Transport. Russland plant mit dem Bau seiner South-Stream-Leitung ein Konkurrenzprojekt zu Nabucco, das u.a. durch die Türkei verlaufen soll.
Moskau will damit zum Einen seine Monopolstellung auf dem westeuropäischen Gasmarkt erweitern und zum Anderen die Nabucco-Mitglieder einschüchtern. Die russische Pipeline dürfte aber dreimal mehr als Nabucco kosten und ist laut Fischer keine ernsthafte Alternative zu Nabucco.
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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