Startseite Gasvergleich Gasnachrichten Falsche Tariferhöhung:Gasag muss zahlen 

Falsche Tariferhöhung:Gasag muss zahlen

Nachricht vom 19.8.2009Anzeige
Anzeige

Ein Urteil des Bundesgerichtshofes im Juli 2009 veranlasste den Berliner Gasversorger Gasag, dass eine Geldzurückerstattung für rund 300.000 Sondervertragskunden erfolgen muss. Der Richter erklärte eine sogenannte Preisanpassungsklausel als ungültig, welche bis Ende 2006 in den Gasag- Verträgen „Aktiv“ und „Vario“ auftauchte. Die durch die Tariferhöhung erworbenen Gelder im Jahr 2005 und 2006 müssen demnach zurück gezahlt werden.




Die Verbraucherzentrale setzt sich ein

Der Richter verlangte in seinem Urteil, dass der Gasversorger nun all seinen Tarifkunden, die davon betroffen sind, freiwillig und angemessen entschädigen solle. Gehe der Großkonzern nicht auf seine Kunden ein, so haben sie- gerechtfertigter Weise- das Recht, sich dagegen zu wehren und ihr Geld auf rechtlichem Wege einzuklagen.
 
http://m1.emea.2mdn.net/1396503/empty.gif
Dass das Unternehmen versucht eifrigst einen Kompromiss zu finden, beweisen die Konferenzen, die seit dem 06.08.2009 in der Verbraucherzentrale in Berlin stattfinden. Auf einen konkreten Vorschlag möchten sich die führenden Manager noch nicht beschränken. Ende August soll ein erster Lösungsversuch kommen, wenn das Urteil des Richters noch einmal geprüft wurde.
 
Würde der Fall eintreten, dass es keine Einigung oder immerhin einen Lösungsvorschlage verhandelt werden könne, so erwäge die Verbraucherzentrale eine sogenannte Einziehungsklage anzustreben. Diese sieht vor, dass eine Reihe von bestimmten Kunden ihre Rechte, Ansprüche und Unterlagen an die Verbraucherzentrale abgeben würden. Damit könne die Verbraucherzentrale vor Gericht gegen Gasag vorgehen. Schon einmal habe die Verbraucherzentrale mit solch einem Schritt erfolgreich sich gegen einen Stromversorger (RWE) durchgesetzt.






Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter

copyrighthinweis

Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )


Diese Gasnachrichten könnten dich auch interessieren:

Streitbedingte Gasengpässe in Europa sollen durch Russland behoben werden ( vom 12.1.2009 )
Russland stoppt Gastransport in die Ukraine ( vom 13.1.2009 )
EU verschärft den Ton ( vom 14.1.2009 )
EU soll Gastransite der Ukraine überwachen ( vom 15.1.2009 )
Gas-Streit zwischen Moskau und Kiew hat immer mehr Folgen ( vom 16.1.2009 )
Gaspreise sollen trotz Krise sinken ( vom 18.1.2009 )
EON rechnet mit Druck wegen der Ostseepipeline aus Brüssel ( vom 20.1.2009 )
Neue Verhandlungen und konkrete Forderungen an die Ukraine ( vom 22.1.2009 )
Gaslieferungen durch Ukraine zurückgehalten ( vom 24.1.2009 )
Klares Nein zu Erdgastrasse OPAL ( vom 26.1.2009 )
Vierte Kaverne als Erdgasspeicher ausgebaut ( vom 28.1.2009 )
Netzgebühren für Gas und Strom steigen leicht an ( vom 30.1.2009 )
Weitere Gasnetze für die EU ( vom 1.2.2009 )
Kein Konzept für nationale Gasreserven ( vom 3.2.2009 )
Ukraine liefert wieder Gas ( vom 5.2.2009 )
Gasrechnung: E.ON muss an Gazprom zahlen ( vom 25.1.2010 )
Gastarife: Preisgarantie beachten ( vom 29.1.2010 )
Gazprom Germania erhöht Anteil bei VNG ( vom 31.1.2010 )
Im Blick: Ökotarife für Gas ( vom 6.2.2010 )
Gastarif: Naturgas von SECURA deutschlandweit ( vom 11.2.2010 )