E.ON Ruhrgas erwartet angesichts des Gasstreits, dass der Bau der Ostseepipeline von der Europäischen Union gepusht wird. Der Vorstandsvorsitzende Bernhard Reutersberg äußerte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Freitag, den 08.01.2009, dass Brüssel den Druck auf die Nachbarstaaten, die gegen die Ostseepipeline von Deutschland nach Russland eingetreten waren, wegen der Versorgungsprobleme in Südeuropa voraussichtlich verstärken wird. Das Nabucco-Projekt der RWE, nach dem ab 2013 Erdgas aus dem kaspischen Gebiet nach Österreich und Europa geführt werden soll, verfolgt Reutersberg mit Skepsis. Er bezweifelt, dass die verfügbaren Erdgasmengen ausreichen, und geht davon aus, dass Moskau nach Beendigung des Konflikts an der Ostseepipeline sowie an Alternativrouten für die Balkanstaaten arbeiten wird, da diese am stärksten von dem Versorgungsausfall in der Ukraine betroffen sind. Seiner Meinung nach wird Gazprom alles tun, um nicht wieder in solche Schwierigkeiten zu geraten.
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