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Gasleitung: E.on verdrängt Baustopp

Nachricht vom 14.12.2011Anzeige
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Das Oberverwaltungsgericht (OVG) verhängte den Baustopp für die Nordeuropäische Erdgaspipeline (NEL), die ab 2012 jährlich 21,8 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas nach Westeuropa transportieren sollte. Nach nun fast einem halben Jahr reagierte der Energieriese E.on nun – und bietet eine Alternative, wie das „Abendblatt“ heute berichtet.




Gasleitung:  E.on verdrängt Baustopp

Gasleitung: E.on verdrängt Baustopp

Megagasleitung unter Grundschulhof


Die Gasleitung NEL soll eine Verbindung von Lubmin bei Greifswald hin zum südlich von Bremen gelegenen Rehden darstellen. In Bremen wird ein Zwischenlager für das Erdgas eingerichtet. Dabei soll sie über eine Länge von 440 Kilometer an Schwerin und Hamburg vorbei und durch die Landkreise Lüneburg und Harburg führen.
 

Allerdings reagierten die Lüneburger Richter auf Bürgerbeschwerden aus Stelle und Winsen. Die Gasleitung sollte hier genau an den Häusern der Einwohner vorbeiführen. In der alten Trasse betrug der Abstand zur Wohnbebauung teilweise nur 100 Meter. Dem Bericht zufolge plante E.on sogar, die Gasleitung quer unter dem Schulhof der Ashausener Grundschule zu verlegen.
 

Dieser Plan wurde nach eingehender Prüfung vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie ursprünglich genehmigt.
 

Alternativtrasse von E.on


Nun, nach einem halben Jahr, schlägt E.on vor, doch die schon bei der Trassenplanung vorgeschlagene „Südvariante“ zu verfolgen. Sie kostet das Essener Unternehmen rund 80 Millionen Euro, doch dafür wird die Gasleitung um Winsen und Stelle im Süden herumgeleitet. Und auch die bisher ebenfalls betroffene Gemeinde Seevetal profitiert hier.
 

Doch der Bau der Gasleitung geht bisher wie geplant weiter, wie E.on-Sprecher Helmut Roloff erklärt: „Es wird gebaut bis zu einem möglichen Abzweig der ursprünglich geplanten und der Alternativtrasse.“ Doch erst mal ist Weihnachtspause. „Zurzeit wird die Baustelle gesichert. Die Witterung lässt den Weiterbau im Augenblick nicht zu, daher laufen nur noch Restarbeiten, vor allem im Bereich des Elbe-Seitenkanals.“








Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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