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Nutzt Gazprom seine Marktmacht in Europa aus?

Nachricht vom 29.9.2011Anzeige
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Hamburg/Moskau - Die EU-Wettebewerbshüter setzten am Mittwoch ihre Razzia bei den Erdgaslieferanten fort. Vermutet werden Verstöße gegen Wettbewerbsvorschriften. Wie ein Sprecher mitteilte, wurden beim russischen Gasriesen Gazprom Akten durchsucht und Dokumente kopiert. Vorgeworfen wird dem Gaskonzern, dass er Preise diktiert und die Marktmacht ausgenutzt habe.




Nutzt Gazprom seine Marktmacht in Europa aus?

Nutzt Gazprom seine Marktmacht in Europa aus?

Behörde erhebt Vorwürfe gegen Gazprom



Von der Razzia sind allerdings auch die deutschen Anbieter RWE und E.ON Ruhrgas betroffen. Im Fokus der Untersuchungen steht allerdings Gazprom. Ein Sprecher von RWE gab bekannt, dass es um eine Nachprüfung geht, um dem Vorwurf von wettbewerbswidrigen Klauseln von nachzugehen. Einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zufolge erhebt die Behörde Vorwürfe gegen Gazprom, welches in einem achtseitigen Schreiben festgehalten wurde.

Gazprom hält sich nicht an europäische Standards



Mit der Razzia wird einem gewissen Streit, der schon seit längerer Zeit schwelt, erheblicher Nachdruck verleiht: Die Marktmacht der Russen gefällt den Europäern überhaupt nicht. Gazprom liefert etwa 25 Prozent des Gases nach Europa und halten sich öfters nicht an die europäischen Standards wenn es um Verhandlungen geht. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Klage, die aus Litauen kam. Litauen beschwert sich darüber, dass Gazprom seine Marktmacht ausnutzen würde. Außerdem behindert der russische Gaslieferant eine Liberalisierung des Gasmarktes in Litauen.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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