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OMV investiert in Rohstoffförderung

Nachricht vom 23.9.2011Anzeige
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Der Österreichische Ölkonzern OMV plant, tiefgreifende Einschnitte in seinem Raffinerie- und Tankstellengeschäft vorzunehmen. Der Chef des Konzerns, Gerhard Roiss, will Geschäftsanteile im Wert von mindestens einer Milliarde Euro bis 2014 veräußert haben, wie die „Süddeutsche“ berichtet. Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern dürften auch Deutsche Standorte betroffen sein.




OMV investiert in Rohstoffförderung

OMV investiert in Rohstoffförderung

Abbau von Tankstellen


„Das ist eine Reaktion auf die rückläufige Nachfrage nach Erdölproduktion in Europa“, erklärte Roiss am Donnerstag in Istanbul. „Den Verkauf einzelner Tankstellen kann ich nicht ausschließen, wir werden uns aber sicher nicht völlig aus dem deutschen Tankstellenmarkt zurückziehen“. Im Süden Deutschland unterhält OMV etwa 350 Stationen. Damit zählt das Unternehmen zu den größten Betreibern des Landes, hinter Aral (BP), Shell, Esso (Exxon Mobile), Total und Jet (Conoco Phillips). Zuletzt trennte sich der Konzern von mehr als 50 Anlagen in Thüringen und Sachsen. Aber OMV ist nicht nur in Deutschland tätig. Roiss erläuterte nicht näher, wo Tankstellen abgebaut werden sollen. „Wir wollen unsere Mitarbeiter nicht unnötig verunsichern“, meinte er. Man geht davon aus, dass vor allem das Geschäft in Südosteuropa betroffen sein wird: Serbien Kroatien, aber auch die Türkei. Denn hier gelten die meisten Raffinerien als überaltert und nicht ausreichend belastet. Weltweit beschäftigt der Konzern 31.500 Mitarbeiter, für die romänische Tochter Petrom arbeiten allein 28.000.

 

Kapitalerlös in Gasförderung investieren


Das aus den geplanten Verkäufen erschlagene Kapital OMV will in die Suche und Förderung von Gas und Öl investieren. „Die Exploration und Produktion bietet beträchtliche Wachstumspotentiale und attraktive Renditen“, so Roiss. Der größte Ölkonzern Zentraleuropas hat derzeit einen Umsatz von 23 Milliarden Euro. Künftig will der Konzern zwei Drittel seiner Investitionsmittel in diesem Bereich investieren. Die Gas- und Ölproduktion soll sich bis 2014 um vier Prozent erhöhen.








Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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