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Streitfall Bohrungen nach unkonventionellem Erdgas

Nachricht vom 18.4.2011Anzeige
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Laut einem Bericht der ‚Süddeutschen Zeitung’ vom 18. April bezieht gut ein Drittel der deutschen Haushalte Erdgas aus deutschen Quellen. Energieunternehmen investieren deshalb Millionen in die Suche nach neuen Erdgasvorkommen. Im Fokus steht vor allem die Suche nach unkonventionellem Erdgas. Doch dabei besteht Ungewissheit, welche Mengen unkonventionellen Erdgases in Deutschland zu finden sind. Das machte Gernot Kalkoffen, Chef des Hamburger Exxon Mobil und Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung deutlich.




Streitfall Bohrungen nach unkonventionellem Erdgas

Streitfall Bohrungen nach unkonventionellem Erdgas

Inländische Erdgasförderung rückläufig



Der Energiekonzern Exxon Mobil plant Investitionen in einer dreistelligen Millionenhöhe für Probebohrungen nach unkonventionellem Erdgas in Deutschland. Wie Kalkoffen in Düsseldorf betont, hoffe man, dass die unkonventionellen Vorkommen dasselbe Volumen aufweisen wie die unkonventionellen Vorkommen. Derzeit stehe die Bewertung der unkonventionellen Erdgasvorkommen durch die Bundesanstalt für Geowissenschaften noch aus. In den vergangenen Jahren musste Deutschland immer zusätzlich Gas aus Russland, Norwegen und den Niederlanden beziehen. Ein Anteil von rund 20 Prozent, der jedoch derzeit auf lediglich 14 Prozent gesunken ist, des Erdgasbedarfs wurde auch aus den heimischen Gasquellen gedeckt. Mit den 14 Prozent Erdgas aus inländischer Förderung kann derzeit gut ein Drittel der deutschen Haushalte mit Erdgas versorgt werden. Der größte Anteil stammt dabei aus Niedersachsen. Dort werden 94 Prozent des deutschen Gases gewonnen. Im Alpenvorland in der Salzach-Inn-Region ist das Energieunternehmen Bayerngas ebenfalls auf Erdgas gestoßen. Nach den bisherigen Unternehmensplänen sollen ab dem nächsten Jahr rund 13 Millionen Kubikmeter Gas gefördert werden. Mit dieser Menge könnten insgesamt rund 9.000 Haushalte ein Jahr lang mit Erdgas versorgt werden.


Förderung von unkonventionellem Erdgas umstritten



Die Bedeutung von unkonventionellem Erdgas nimmt weiter zu. Doch mindestens in dem gleichen Maß wie die Bedeutung zunimmt, regt auch auch Widerstand gegen die Fördermethode bei unkonventionellem Erdgas. Zur Anwendung kommt das sogenannte Fracking-Verfahren, bei dem Wasser in die gastragenden Gesteinsschichten verpresst wird, welches mit Sand und Chemikalien gemischt ist. Durch das Gemisch werden die Gesteinsschichten aufgebrochen und das Gas kann entweichen. Bislang werden große Vorkommen unkonventionellen Erdgases in Nordrhein-Westfalen vermutet. In der Vergangenheit haben sich verschiedene Energieunternehmen, unter anderen Exxon Mobil und Wintershall, die Rechte für erste Erkundungen gesichert. Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen die Probebohrungen unterbrochen. Das Landesumweltamt prüft die Auswirkungen des Verfahrens auf den Boden und die Umwelt. Dieser Schritt war nicht zuletzt durch den starken Widerstand gegen die Probebohrungen notwendig geworden, den sich unter anderen das Unternehmen Gelsenwasser anschloss.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter

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