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RWE – genug Gas für Nabucco-Pipeline

Nachricht vom 14.4.2011Anzeige
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Nabucco wird nicht heruntergeschraubt. Am Dienstag sagte Jeremy Ellis, der Leiter der Geschäftsentwicklung der RWE-Energiehandelssparte, in einem Interview mit Dow Jones Newswires, dass ausreichend Gaslieferungen zur Verfügung stünden. Zwar laufen die Verhandlungen bislang schleppend, doch es stehe ausreichend Gas zur Verfügung, um die Gas-Pipeline zu füllen. Nabucco soll Gas aus dem Kaspischen Raum, Zentralasien und dem Nahen Osten nach Europa transportieren. Die Türkei soll als Transitland fungieren.




RWE – genug Gas für Nabucco-Pipeline

RWE – genug Gas für Nabucco-Pipeline

80 Milliarden Kubikmeter Erdgas



Wie Ellis in dem Interview betont, stünden Nabucco wahrscheinlich zu Beginn rund 80 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Aserbaidschan, Turkmenistan und dem Irak zur Verfügung. Zudem habe Ägypten Interesse an einer Beteiligung gezeigt. Mit diesem Interview reagierte Ellis auf Aussagen des BP-Managers Iain Conn, der sagte, dass BP eher an kleinen Pipelines interessiert sei als an dem großen Nabucco-Projekt, da au dem Kaspischen Raum derzeit nur begrenzt Erdgas zur Verfügung stünde. Ellis sagt dazu, dass diese Behauptung grundlegend falsch sei. Nicht die Verfügbarkeit von Erdgas stelle eine Herausforderung dar, sondern die Koordination aller an einer Belieferung interessierten Länder aus der Kaspischen Region und dem Nahen Osten. Er betonte, dass die Gespräche mit Aserbaidschan, Turkmenistan und dem Irak noch andauerten. Marktbeobachter merkten an, dass die bisher nicht gesicherten Gaslieferungen der größte Schwachpunkt des Projektes seien.


Belieferungsbild gewinnt an Form



In Aserbaidschan ist eine mögliche Erdgasquelle das von BP und der norwegischen Statoil betriebene Gasfeld Shah Deniz II. Allerdings darf in dem in der zweiten Entwicklungsphase befindlichen Offshore-Gasfeld frühestens 2017 Erdgas gefördert werden. Um die Lieferungen konkurriert das Betreiberkonsortium jedoch mit zwei weiteren Pipeline-Projekten. Die Konkurrenzprojekte sind die Trans Adriatic Pipeline und das Projekt ITGI. Das erste Gas wird Nabucco wahrscheinlich 2017 liefern. Dies hänge nach Angaben von Ellis vor allem an dem Produktionsstart von Shah Deniz II. Er betont, dass sich das Belieferungsbild festige und forme, vor allem da die Verhandlungen mit Turkmenistan und dem Irak gut voran kämen und die Länder hart an einem Zeitplan für die Gaslieferungen in den Jahren 2017 bis 2020 arbeiten.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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