Neue Chancen für Gas durch Atomkrise?

22.3.2011 | Redaktion: Nadine Rom
Johannes Teyssen, Chef des deutschen Energiekonzerns E.on, sieht infolge der deutschen Atomkraftdebatte eine neue Chance für Kohle und Gas. Er spricht sich gegen eine generelle Abwendung von der Atomkraft ab und will mit der Bundesregierung über die Brennelemente-Steuer sowie den Ökofonds sprechen. Zudem schließt er den Bau neuer Atomkraftwerke beispielsweise in Großbritannien nicht aus. Dies berichtet das Onlineportal ‚De Aktionär‘ am Dienstag.
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Neue Chancen für Gas durch Atomkrise?

Neue Chancen für Gas durch Atomkrise?

Vorzeitiger Atomausstieg birgt Chancen für Erdgas



Teyssen ist der Überzeugung, dass ein vorzeitiger Ausstieg aus der Atomkraftnutzung einen Aufschwung bei den Kohlekraftwerken nach sich ziehen würde. Diese sein als Grundlastkraftwerke wichtig zur Ergänzung der erneuerbaren Energien. Er betont des Weiteren, dass unabhängig von den weiteren Schritten in dieser Frage das umstrittene Großkraftwerk im westfälischen Datteln so schnell wie möglich in Betrieb genommen werden müsste. Außerdem sieht eine neue Chancen für die Nutzung von Erdgas. Davon könnte unter anderem die Konzerntochter E.on Ruhrgas profitieren. Derzeit gebe es bei dem Tochterunternehmen aufgrund operativer Probleme eine Krise, die allerdings durch den Bedarf an Gaskraftwerken wieder behoben werden könnte. Teyssen vertritt den Standpunkt, dass Erdgas weltweit einen neuen Aufschwung erleben werde.


Unsicherheit bleibt bestehen



Zwar zeigen sich die deutschen Stromkonzerne, wie Teyssen zeigt, zuversichtlich, mit der neuen Situation auf dem Energiesektor umgehen zu können, doch eine gewisse Unsicherheit bleibt weiterhin bestehen. Bezüglich der Brennelemente-Steuer kündigte Teyssen an, dass E.on bereit sei, bei einer Stilllegung der Atomkraftwerke zu bezahlen. Die Bereitschaft gelte auch für den eingerichteten Ökofonds. Darüber wolle er mit der Bundesregierung sprechen.

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