Startseite Gasvergleich Gasnachrichten Fracking-Erdgasbohrungen bei Vechta 

Fracking-Erdgasbohrungen bei Vechta

Nachricht vom 20.3.2011Anzeige
Anzeige

Der US-Konzern Exxon Mobil hatte eigentlich für diesen Sommer Erdgasbohrungen in Vechta-Holzhausen angekündigt. Zum Einsatz kommen sollte das in der Vergangenheit stark umstrittene Fracking-Verfahren. Allerdings habe der Konzern bislang keinen Antrag beim Landesbergbauamt gestellt, Bohrungen durchführen zu dürfen. Eine Behördensprecherin teilte zudem mit, dass bisher auch keine Anträge genehmigt wurden. Wie das Pressemitteilungsportal ‚ptext.de‘ am Freitag mitteilt, schweigt der Konzern bislang dazu.




Fracking-Erdgasbohrungen bei Vechta

Fracking-Erdgasbohrungen bei Vechta

Weitere Erdgasbohrungen angekündigt



Im Oktober begannen die Auseinandersetzungen über mögliche Erdgasbohrungen in Vechta-Holzhausen. Der Konzern Exxon Mobil hatte angekündigt, Bohrungen nach Erdgas unter Anwendung der umstrittenen Fracking-Methode durchführen zu wollen. Bei dem Verfahren wird mit Chemikalien und Sand versetztes Wasser in die Gesteinsschichten gepresst, diese brechen auf und dann wird das Erdgas freigesetzt. Norbert Stahlhut, Sprecher des Konzerns, hatte im Oktober Bohrungen angekündigt und diese gegen die Kritik verteidigt. Es würden enorme Sicherheitsvorkehrungen getroffen, sagte er. Da Holzhausen in Vechta jedoch ein Wasserschutzgebiet ist, regte sich auch weiterhin Widerstand. Uwe Barthels, Bürgermeister in Vechta, forderte generell das Verbot von Bohrungen in Wasserschutzgebieten.


Neue Bohrungen in Brettorf und Lünne



Auch wenn in Vechta bislang keine weiteren Genehmigungen erteilt wurden, erteilte das Bergbauamt Exxon Mobil die Erlaubnis, in Brettorf bei Döttlingen aus dem Landkreis Oldenburg sowie in Lünne im Emsland die Erlaubnis für Bohrungen. In den vergangenen Jahren ist es in verschiedenen Gebieten, beispielsweise in Söhlingen und Hengstlage, zu Unfällen gekommen, die jedoch nicht mit den Erdgasbohrungen in Zusammenhang stünden. Stattdessen seien die giftigen Stoffe aus dem Rohrleitungsnetz für Lagerstättenwasser ausgetreten. Dies teilte das Bergbauamt mit. In der vergangenen Woche beklagte Jörg Bode, Wirtschaftsminister Niedersachsens, dass er erst jetzt von den Unfällen erfahren habe. Aufgrund der Probleme kündigte der Konzern an, bei zukünftigen Bohrungen eine Kontrolle von unabhängigen Wissenschaftlern durchführen zu lassen. Darüber hinaus sollen vor Probebohrungen zusätzliche Umweltprüfungen stattfinden. Der Konzern will dafür einen runden Tisch für Gegner und Behörden einrichten. Dieser runde Tisch soll dann die unabhängigen Experten bestimmen. Ob ein runder Tisch auch im Oldenburger Münsterland geplant sei, teilte der Konzern nicht mit.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

copyrighthinweis

Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )


Diese Gasnachrichten könnten dich auch interessieren:

Kritik an Bohrungen nach Erdgas ( vom 14.2.2011 )
Erdgasbohrungen können Erdbeben verursachen ( vom 17.2.2011 )
Nabucco auf einem guten Weg? ( vom 18.2.2011 )
Schiefergas-Probebohrungen in Polen erfolgreich ( vom 19.2.2011 )
Trinkwassergefährdung durch Erdgas im Bodensee? ( vom 21.2.2011 )
Gasversorgung ohne Zwischenhändler? ( vom 23.2.2011 )
Rückgang der Erdgasförderung in Deutschland ( vom 25.2.2011 )
Umweltausschuss gegen Erdgasbohrung am Bodensee ( vom 26.2.2011 )
Gasalarm bei Ultitex ( vom 28.2.2011 )
RWE verkauft Gasfernleitungsnetz ( vom 1.3.2011 )
Gasexplosion erschüttert Vechta ( vom 2.3.2011 )
Gas.de verlängert Preisgarantie ( vom 3.3.2011 )
Rhein-Ruhr Zugang zu riesigen Gasvorkommen ( vom 4.3.2011 )
Konvertierungsentgelt bei Gasmarktzusammenlegung ( vom 4.3.2011 )
Gasalarm bei BASF Ludwigshafen ( vom 5.3.2011 )
Erdgasleitung OPAL kurz vor Fertigstellung ( vom 8.3.2011 )
Gasverpuffung in Witten ( vom 9.3.2011 )
Suche nach unkonventionellem Erdgas in Rheinberg? ( vom 9.3.2011 )
Russische Gashilfe für Krisengebiet Japan ( vom 13.3.2011 )
Falsche Berechnung der Abschlagszahlungen für Gas ( vom 18.3.2011 )